Startschuss: Neues Fiat-Modell wird in der Türkei produziert

Seit dieser Woche wird in der Türkei ein neues Fiat-Modell produziert. Tofaş, ein Joint Venture der türkischen Koç Holding und Fiat Chrysler, gab am Montag in Bursa den Startschuss für den Fiat Egea. Die Limousine soll in mehr als 40 Länder exportiert werden.

Nach Angaben des Koç-Holding-Vorsitzenden Mustafa Koç seien gemeinsam mit dem Partner Fiat Chrysler rund 1,5 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung neuer Modelle geflossen. Ein Großteil dieser Investitionen seien für F & E-Aktivitäten und Innovationen eingesetzt worden. Die Egea Projekt sei das solideste Beispiel für den Ansatz der Gruppe zur Schaffung von hohem Mehrwert und der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

„Der Fiat Egea wird in der Türkei aufgrund der Weltklasse-Anlagen und Kapazitäten von Tofaş produziert“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet Koç im Rahmen der Eröffnungs-Zeremonie. Es handle sich um ein smartes Projekt. Es sei entwickelt worden, um sowohl  den Anforderungen der inländischen als auch der ausländischen Märkte gerecht zu werden.

„Dieses Modell wird in mehr als 40 Länder in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika exportiert werden. Auf Grundlage der gleichen Plattform werden wir auch mit der Produktion von zwei neuen Modellen, einem Fließheck und einem Kombi, vor allem für den Export, beginnen“, so Koç weiter.

Das EgeaProjekt besteht aus insgesamt drei neuen Modellen, von denen das erste, eine Limousine, jetzt in Bursa produziert wird. Tofaş plant in den nächsten sieben Jahren rund 1,2 Millionen Einheiten der EgeaLimousinen zu produzieren.

Das Projekt sei ein neuer Wendepunkt für Tofaş. Man werde von der 50-jährigen Erfahrung profitieren, sagte CEO Firma Cengiz Eroldu. Tofaş wurde lange für diesen wichtigen Punkt vorbereitet. Dank der starken F & E-Investitionen seit Anfang der 1990er Jahre ist Tofaş die zweitgrößte F & E-Zentrum von Fiat Chrysler in Europa.

Insgesamt 2.000 Tofaş und Fiat Chrysler-Ingenieure waren am Entwicklungsprozess des Projekts beteiligt. Dieser nahm mehr als drei Jahre in Anspruch. Dutzende von Prototypen seien dafür an verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt, von Lateinamerika bis Polen getestet worden.

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