Türkei: HDP-Abgeordnete „ehrt“ getöteten PKK-Terroristen

Erneut hat eine Abgeordnete der kurdisch-nationalistischen Partei HDP an der Bestattung eines getöteten PKK-Kämpfers teilgenommen. Die HDP ist der politische Arm der PKK. Sie will bei der anstehenden Türkei-Wahl erneut den Einzug ins türkische Parlament schaffen unf hofft auf Unterstützung aus Europa.

Der Co-Vorsitzender der HDP, Selahattin Demirtaş, will die europäische Öffentlichkeit glauben machen, dass seine Partei rein gar nichts mit der PKK zu tun habe. (Screenshot)

Der Co-Vorsitzender der HDP, Selahattin Demirtaş, will die europäische Öffentlichkeit glauben machen, dass seine Partei rein gar nichts mit der PKK zu tun habe. (Screenshot)

Die HDP-Abgeordnete Burcu Çelik Özkan hat am Dienstag am Begräbnis eines getöteten PKK-Terroristen aus der Stadt  Muş teilgenommen. Das PKK-Mitglied Özgür Akınel mit dem Codenamen „Şoreş Malazgirt“ wurde bei einem Überfall auf die türkischen Streitkräfte getötet. Özkan sagte bei einer Rede, dass der bewaffnete Kampf der PKK „bis ans Ende“ weitergeführt werde, berichtet die PKK-nahe Nachrichenagentur Ajansa Nûçeyan a Firatê. Sie „ehrte“ das PKK-Mitglied, indem sie Blumen an seinem Grab ablegte.

Zuvor hatte die HDP-Abgeordnete Pervin Buldan an zwei Bestattungen von PKK-Kämpfern teilgenommen und sich zum bewaffneten Kampf gegen die Türkei bekannt. Währenddessen war HDP-Chef auf einer Europa-Tour. Er erzählte der europäischen Öffentlichkeit, dass die HDP nicht der politische Arm der PKK sei und rein gar nichts mit der in der EU und den USA als Terror-Organisation eingestufte Gruppierung zu tun habe.

Der Hamburger Verfassungsschutz beobachtet derzeit nach Informationen der „Welt“ eine starke „Emotionalisierung“ unter PKK-Mitgliedern in Deutschland. In sozialen Netzwerken und Demonstrationszügen werden aggressive Töne wahrgenommen, die auch eine Gefahr für die innere Sicherheit Deutschlands darstellt. Laut Verfassungsschützern fahre die PKK in Europa aus taktischen Gründen eine friedliche Linie, um von der Terrorliste genommen zu werden. Das „Mobilisierungspotential“ der PKK sei zudem „unverändert hoch“.

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