Internetzugang: Vier Milliarden Menschen müssen weltweit ohne auskommen

Etwa 92 Prozent der Weltbevölkerung lebt in Gebieten, in denen eine Internet-Verbindung mit 2G oder besser zugänglich ist. Auf der anderen Seite sind nach wie vor gut vier Milliarden Menschen offline. In der Türkei sind es immerhin bis zu 60 Prozent.

Mittlerweile könnte offenbar der Großteil der Weltbevölkerung über WLAN-Internet verfügen. Doch von nach wie vor müssen rund zwei Drittel der 7,3 Milliarden Menschen ohne Internet auskommen. Eine Karte des Oxford Internet Institute, die auf Daten der Weltbank basiert, zeigt auf, wie sich der Internetzugang global verteilt.

Die Karte macht schnell deutlich, der Slogan die ganze Zeit online, überall“, der in Zeiten von PCs, Tablets und Smartphones allgegenwärtig scheint, ist offenbar eine große Illusion, so die türkische Zeitung Hürriyet. Denn: In vielen Ländern sind Internet-Nutzer eine Minderheit. Die so genannte „Internet Population and Penetration Map“ veranschaulicht, dass gut vier Milliarden entweder nie online waren oder keinen regelmäßigen Zugang zum Internet haben.

Zum Beispiel:  Gut 80 Prozent der Bevölkerung in Kanada, Großbritannien, Deutschland, Norwegen, Schweden, Südkorea und Katar sind mit dem Internet verbunden. Ihnen folgen die USA, Frankreich, Polen, Japan, Spanien, Singapur, Australien und Taiwan, wo die Internet-Penetrationsraten liegen zwischen 40 und 60 Prozent liegen.

Online-Bevölkerung in der Türkei zwischen 40-60 Prozent

Die Geschwindigkeit der Internet-Penetration in der Türkei bleibt ebenfalls zwischen 40 und 60 Prozent. Andere Länder in dieser Range sind Italien, Griechenland und Russland, sowie eine Mehrheit der südamerikanischen und Balkanstaaten.

Fällt die Online-Bevölkerungs-Rate zwischen 20 und 40 Prozent,  ist von Länder wie China, Ägypten, Thailand, Vietnam, Mexiko, Peru, Ecuador, aber auch von Kenia und Nigeria die Rede. Zu den Ländern, in denen nur 20 Prozent der Bevölkerung mit dem Internet verbunden sind, gehören wiederum Indien, Nepal, Irak, Indonesien, Sri Lanka und zentralafrikanische Staaten.

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