Erdoğan kritisiert Diskriminierung von Sinti und Roma in Europa

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan kritisiert die Haltung der Europäer gegenüber den Sinti und Roma scharf. Die Europäer würden Roma-Familien verjagen, doch die Türkei werde es niemals zulassen, dass Menschen nach ihrer Ethnie oder Religion beurteilt werden. Erdoğan selbst ist mit türkischen Roma-Familien aufgewachsen. Der Mann ist sehr beliebt bei der Gemeinschaft.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte bereits im März auf dem Jahrestag der türkischen Roma gesprochen. Er selbst ist mit türkischen Roma-Familien aufgewachsen. (Screenshot)

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte bereits im März auf dem Jahrestag der türkischen Roma gesprochen. Er selbst ist mit türkischen Roma-Familien aufgewachsen. (Screenshot)

Am Montag besuchte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan die Grundschule Piyalepaşa in Istanbul. In Piyalepaşa leben zahlreiche Türken, die aus Roma-Familien stammen, berichtet CNN Turk.

Erdoğan wörtlich zu den Schülern und Eltern: „Ich möchte all meinen Geschwistern, die hier anwesend sind, sagen: Wir lieben uns gegenseitig, weil wir den Allmächtigen lieben. Bis heute haben wir keine Unterschiede zwischen uns gemacht. Ich wurde in Kaptanpaşa geboren und bin dort mit meinen türkischen Roma-Geschwistern aufgewachsen. Wir waren in denselben Schulklassen. Es gibt keine Unterschiede zwischen uns, weil wir uns gegenseitig von Herzen lieben. Doch wir beobachten, dass Roma-Familien aus Europa verjagt werden. Wir haben zwei Millionen Menschen aus Syrien aufgenommen, doch diese Leute sind nicht imstande, 200.000 Menschen aufzunehmen und sie zu akzeptieren. Warum ist dem so? Weil wir den Menschen als Menschen akzeptieren. Wir betreiben keine Diskriminierung. Sobald wir anfangen, Menschen aufgrund ihrer Herkunft zu diskriminieren, sind wir am Ende. Ich bin aus diesen Gegenden gekommen und habe einen langen Weg hinter mich gebracht. Wir alle dürfen nicht aufgeben und müssen voranschreiten. Denn auch ihr werdet in wichtige Positionen in diesem Land kommen.“

Im März hattte Erdoğan bei einer Rede auf dem Jahrestag der Roma gesagt, dass in der neuen Türkei kein Platz für Diskriminierungen der türkischen Roma sei. Er forderte die Menschen auf, einen besonders großen Wert auf die Bildung der Kinder zu legen, damit diese ihren Platz im Staat einnehmen können. In den vergangenen Jahren hat Erdoğan die zumeist heruntergekommenen Viertel der Roma aufgelöst und die Menschen in staatlichen Neubauten untergebracht. Er selbst ist inmitten von Roma-Familien aufgewachsen und ist sehr beliebt bei den Menschen.

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