Tod nach 47 Jahren im Krankenhaus: Türke wusste nicht wohin

Der Türke Abdullah K. gehörte fest zum Inventar eines Krankenhauses in Bursa. Mit gerade einmal 21 Jahren wurde er mit starken Kopfschmerzen eingeliefert. Jetzt, fast ein halbes Jahrhundert später, verstarb er dort. Er blieb, weil er nicht wusste, wohin er hätte sonst gehen sollen.

Die Geschichte von Abdullah K. bewegt die türkische Öffentlichkeit. Fast sein ganzes Leben hatte der 70-Jährige im Krankenhaus verbracht. Die Station, auf der er untergebracht war, sah er als sein Zuhause an. Vor wenigen Tagen verstarb er nun.

Abdullah K., der unter Asthma und Diabetes litt, wurde erstmals während seines Militärdienstes im Jahr 1968 ins Krankenhaus eingeliefert. Ende September verstarb er in seinem Zimmer, wo er die letzten 47 Jahre verbracht hatte,  berichtet der Guardian.

Dem Patienten sei erlaubt worden zu bleiben, weil er dem Krankenhauspersonal zufolge niemanden gehabt habe, zu dem er hätte gehen können. Beide Eltern seien schon in ganz jungen Jahren verstorben. Die Mutter soll er bereits im Kindesalter verloren haben. Kurz nach seiner Einlieferung ins Krankhaus verstarb auch der Vater. Zudem hätte er sich mit den Mitarbeiter sehr gut verstanden und geholfen, wo er nur konnte.

Der Verwaltung des Krankenhauses bediente sich für den Langzeitaufenthalt des Patienten eines Tricks, so das Blatt weiter. Er sei jedes Mal als neuer Patient registriert worden, wenn er am Ende einer Behandlung gestanden hätte. Ein Leben außerhalb des Krankenhauses habe er sich schließlich überhaupt nicht mehr vorstellen können.
Regelmäßige Besuche habe er von seinem Bruder erhalten, heißt es. Doch dieser habe ihn nie davon überzeugen können zu gehen.

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