US-Jets mit russischen Kampf-Fliegern auf Tuchfühlung

US-amerikanische und russische Kampfflugzeuge kommen sich im Luftraum über Syrien gefährlich nahe. Die US-Piloten konnten die russischen Flugzeuge bereits über ihre Zielkameras identifizieren, so der Kommandeur der Luftangriffe.

Eine Radaraufnahme zeigt russische (gelb) und US-amerikanische (grün) Kampfflugzeuge. (Quelle: CBS)

Eine Radaraufnahme zeigt russische (gelb) und US-amerikanische (grün) Kampfflugzeuge. (Quelle: CBS)

US-amerikanische F-16-Piloten, die von der Türkei aus starten, haben mehrfach russische Kampfflugzeuge auf dem Radar identifiziert. Die russischen Flugzeuge müssen sich dabei den US-amerikanischen auf unter 20 Meilen genähert haben, berichtet CBS. Denn nur so konnten die amerikanischen Piloten die Flugzeuge visuell auf ihren Zielkameras identifizieren.

Einer unbemannten US-Drohne sollen die russischen Kampfjets sogar noch näher gekommen sein, zitiert der Sender den Kommandeur der amerikanischen Luftangriffe. Hier betrug der Abstand nur wenige Meilen.

Bei dem Einsatz in Syrien hat Russland die Nato bereits blamiert: Der russische Außenminister Lawrow hat seinen US-Kollegen Kerry gebeten, den Russen zu sagen, wo die „Freie Syrische Armee“ sei – man habe sie nirgends in Syrien gefunden. Die Nato nennt diese Gruppe immer wieder als ihren Partner im Kampf gegen Assad.

Russland überlegt, seine Luftschläge gegen den IS auf den Irak auszudehnen. Sollte man von Bagdad um Hilfe ersucht werden, werde man eingreifen. Besonders gefährlich könnte dies für das Nato-Mitglied Türkei werden, das im Nordirak seinen Privatkrieg führt.

Die Nato ist unterdessen damit beschäftigt, sich über die Verletzung des türkischen Luftraums durch einen russischen Kampfjet zu erregen. US-Außenminister John Kerry mahnte Russland, sich an die internationalen Standards zu halten. Die Russen bestreiten die Verletzung nicht, sondern erklären, die Flugroute des Jets musste wegen schlechten Wetters geändert werden.

Frankreich unterstützt ausdrücklich den Kampf der Russen gegen alle Terroristen. Ob sich diese Unterstützung auch auf Kampfeinsätze im Nordirak bezieht, wird sich in den kommenden Tagen erweisen.

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