Polizei-Leaks: Wie deutsche Beamte mit Neonazis kooperieren

Vor einigen Monaten hatte eine Internet-Plattform zahlreiche Whatsapp-Nachrichten deutscher Polizisten geleakt, die mit Neonazis kooperieren. Die veröffentlichten Handy-Nachrichten wurden nach Informationen der Leipziger Zeitung von der Polizei als authentisch eingestuft.

Die Polizei fordert mehe Eingriffsrechte gegen die Bürger. Doch sie hat alle Möglichkeiten, um Kriminalität, Neonazis und Salafisten zu bekämpfen. Sie muss es nur noch tun. (Foto: Flickr/ Polizei by Thomas Quine CC BY 2.0)

Die Polizei fordert mehe Eingriffsrechte gegen die Bürger. Doch sie hat alle Möglichkeiten, um Kriminalität, Neonazis und Salafisten zu bekämpfen. Sie muss es nur noch tun. (Foto: Flickr/ Polizei by Thomas Quine CC BY 2.0)

In Leipzig gibt es offenbar eine enge Kooperation zwischen Neo-Nazis und Polizeibeamten. Im Mai 2015 veröffentlichte das Portal indymedia.org zahlreiche Whatsapp-Nachrichten, die aus Gesprächen zwischen Neonazis und Polizeibeamten stammen.

Nach Informationen der Leipziger Internetzeitung hält die Polizei die Nachrichten für authentisch. Es geht unter anderem darum, dass sich ein Neonazi bei einem bekannten „Polizei-Kollegen“ darüber beschwert, dass sich bei ihm in der Straße Linke aufhalten würden. Er fordert Einsatzkräfte der Polizei an. Der „freundliche Polizei-Kollege“ antwortet: „Ich bin nicht im Einsatz, rufe aber jemand an“.

In einem Pressetext des OAZ heißt es dazu: „Die Veröffentlichung von Chatprotokollen des Alexander K. auf dem Internetportal ‚Indymedia‘ und den daraus seitens der linken Aktivisten geschlussfolgerten Beziehungen von sächsischen Polizeibeamten in die rechtsextreme Szene und eine unterstellte Befürwortung rechten Gedankenguts dieser Polizeibeamten wird seitens der Polizei sehr ernst genommen.“

Auch Vice-News greift die geleakten Whatsapp-Nachrichten auf und berichtet ausgiebig über die Verzahnung zwischen Neonazis und deutschen Polizisten.

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