Deutsch-Kolumbianischer Polizist macht gemeinsame Sache mit Neonazis

Die deutsche Presse feiert einen Polizisten mit Migrationshintergrund als Beispiel für gelungene Integration. Doch es stellt sich heraus, dass dieser in engem Kontakt zur Neonazi-Szene steht und mit dieser kooperiert.

Neonazis in Deutschland haben ihren Kleidungsstil geändert und verhalten sich unauffällig. Stattdessen haben sie enge Kontakte zu einigen Polizeibeamten, um sich mit Informationen einzudecken. (Foto: Flickr/Tim/Nazi -Aufmarsch und Gegendemo 10/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

Neonazis in Deutschland haben ihren Kleidungsstil geändert und verhalten sich unauffällig. Stattdessen haben sie enge Kontakte zu einigen Polizeibeamten, um sich mit Informationen einzudecken. (Foto: Flickr/Tim/Nazi -Aufmarsch und Gegendemo 10/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

Die Mopo24 berichtete im März über den deutsch-kolumbianischen Polizeikommissar Fernando Joaquin Vergara, der bei der sächsischen Polizei als Vorbild für die Integration von Migranten gilt. Er macht in dem Artikel den Eindruck eines freundlichen Polizeibeamten. Der Vorzeige-Ausländer wohnte in Aachen und wohnt nun bei Grimma. Derzeit ist er bei der 22. Einsatzhundertschaft der sächsischen Bereitschaftspolizei (22. BPH). Das Problem an dem netten Polizisten ist, dass er in Kontakt mit dem Neonazi Alexander Kurth steht. Das geht aus gelekaten Whatsapp-Nachrichten zwischen den beiden hervor, die von indymeda.org geleakt wurden. Nach Angeben der Polizei handelt es sich um authentische Beweismaterialien, berichtet die Leipziger Internetzeitung.

In einem Pressetext des OAZ heißt es dazu: „Die Veröffentlichung von Chatprotokollen des Alexander K. auf dem Internetportal ‚Indymedia‘ und den daraus seitens der linken Aktivisten geschlussfolgerten Beziehungen von sächsischen Polizeibeamten in die rechtsextreme Szene und eine unterstellte Befürwortung rechten Gedankenguts dieser Polizeibeamten wird seitens der Polizei sehr ernst genommen.“

Da schreibt der Polizist Vergara an seinen Neonazi-Freund Kurth: „Das Problem in Europa ist nicht in erster Liniedie zunehmende Islamisierung und Überfremdung, das Problem sind jene Kräfte, welche für diese Zustände verantwortlich sind. Jene Kräfte, die bereits vor Ende des 2. Weltkriegs Pläne schmiedeten Europa und Deutschland zu schwächen und somit ihre eigene Machtposition zu stärken. Das Problem Europas hockt nicht in den Asylheimen oder Moschee. Es hockt in den Schaltzentralen der Hochfinanz, geführt von einer Bande weniger ,Auserwählter’“.

Kurzum: Der Polizist Vergara will dem Neonazi Alexander Kurth sagen, dass die Juden – Hochfinanz und ,Auserwählte‘ sind die Code-Wörter – Schuld an allem seien.

Daraus folgt: Polizeibeamte mit Migrationshintergrund sind nicht immun gegen rassistische und antisemitische Einstellungen. Deshalb bringt es auch nichts, durchgehend Alibi-Migranten in Fernsehshow auftreten zu lassen, die gegenüber ethnischen und religiösen Minderheiten fragwürdige Ansichten vertreten.

Gefährlich wird es aber dann, wenn es zu einer Kooperation zwischen Polizisten und der rechtsradikalen Szene kommt.

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