Trotz Spannungen mit Russland: Bundeswehr hält an Patriot-Abzug aus der Türkei fest

Deutschland hält trotz der Spannungen zwischen der Nato und Russland wegen der Syrien-Krise am Abzug seiner «Patriot»-Luftabwehrsysteme aus der Türkei fest. «Es ist die Frage, welche Gefahr wie gebannt werden kann, und in diesem Kontext ist diese Entscheidung richtig», sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Donnerstag vor einem Nato-Verteidigungsministertreffen in Brüssel.

Russische Kampfflieger waren vor einigen Tagen in den türkischen Luftraum eingedrungen. Die Nato geht dabei von Absicht aus. Russland hatte die Luftangriffe gegen Gegner der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in der vergangenen Woche begonnen.

Die Bundeswehr hatte vor knapp drei Jahren «Patriot»-Staffeln in die Türkei geschickt, um den Bündnispartner vor Angriffen aus Syrien zu schützen. Im August hatte die Bundesregierung den Abzug bis Ende Januar 2016 beschlossen und zur Begründung auf eine abnehmende Bedrohung verwiesen, so die dpa.

Bereits in der kommenden Woche sollen die in Kahramanmaraş – 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt – stationierten «Patriot»-Systeme abgeschaltet werden. Der größte Teil der 260 deutschen Soldaten soll noch vor Weihnachten nach Deutschland zurückkehren.

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