Manipulationsskandal: Fenerbahce hofft auf Freispruch

Der Manipulationsskandal aus der Süper Lig-Saison 2010/11 geht nach langwierigen Verhandlungsjahren zu Ende. Inzwischen plädiert die Staatsanwaltschaft für einen Freispruch für alle Beteiligten - auch für Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim.

Nachdem das 13. Istanbuler Sondergericht die Verhandlungen im Manipulationsverfahren neu aufgerollt hat, steht nach bis dato fünf Verhandlungsrunden am Freitag das endgültige Urteil bevor. Zuvor hatte sich die juristische Instanz von sämtlichen Staatsanwälten, Polizisten und Verantwortlichen getrennt, die im Sommer 2011 das Verfahren eingeleitet und in Folge dessen insgesamt 31 Personen der Manipulation bezichtigt und auch verurteilt hatten. Der Vorwurf an die Beteiligten: Korruption und Amtsmissbrauch auf höchster Ebene.

Freispruch für Aziz Yildirim steht wohl bevor

Das neue Verfahren bezüglich den Angeklagten um Serdal Adali, Mecnun Otyakmaz, Iskender Alin, Ümit Karan, Sekip Mosturoglu, Aziz Yildirim uvm. brachte inzwischen eine unerwartete Wende. So plädiert die Staatsanwaltschaft inzwischen auf Freispruch für sämtliche Angeklagten mit der Begründung, Opfer eines groß angelegten Komplotts geworden zu sein. Das endgültige Urteil wird nun für Freitag, den 9. Oktober erwartet.

Özdemir will Richterspruch abwarten

TFF-Funktionär und Ex-Fenerbahce-Vorstand Nihat Özdemir hat die Jahre, in denen Vizemeister Fenerbahce in extrem unruhige Fahrwasser geriet, hautnah miterlebt. Sein Amt bei den Gelb-Marineblauen zu Gunsten des TFF aufgegeben, hat sich Özdemir erstmals seit langer Zeit zum schwebenden Verfahren geäußert. Dabei bestätigte Özdemir die Meldungen, nach denen tatsächlich Freispruch für Aziz Yildirim & Co. gefordert wird. Die letzte Entscheidung fälle aber immer noch der Richter selbst: „Der Staatsanwalt fordert Freispruch, das Urteil wird am Freitag verkündet. Es wäre nicht richtig, sich zuvor dazu zu äußern. Letztendlich muss der Richter diesen Fall zum Ende bringen.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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