Davutoglu: «Sehr starke Hinweise» auf Selbstmordanschlag in Ankara

Nach dem Doppelanschlag auf eine Friedensdemonstration in Ankara haben sich nach Angaben der Regierung Hinweise auf Selbstmordattentäter verdichtet. «Es gibt sehr starke Hinweise darauf, dass dieser Anschlag von zwei Selbstmordattentätern verübt worden ist», sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu am Samstagabend.

Als mögliche Urheber des Anschlags nannte der Regierungschef die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die Terrororganisation PKK und zwei linksextremistische Terrorgruppen. Anschläge der PKK auf eine pro-kurdische Demonstration wie die in Ankara erscheinen allerdings extrem unwahrscheinlich.

Davutoglu kündigte eine dreitägige Staatstrauer an. Bei dem Doppelanschlag auf eine regierungskritische Friedensdemonstration wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens 86 Menschen getötet. 186 weitere Menschen wurden verletzt.

Die US-Regierung hat den Anschlag «auf das Schärfste» verurteilt und ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den Terrorismus bekräftigt. «Die Tatsache, dass diese Attacke vor einer geplanten Friedensdemonstration stattfand, unterstreicht die Boshaftigkeit jener, die dahinter stecken, und die Notwendigkeit, dass wir uns den gemeinsamen Herausforderungen bei der Sicherheit in der Region stellen», erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Ned Price.

Die USA stünden im Kampf gegen die Geißel Terrorismus weiter an der Seite der türkischen Regierung und des türkischen Volkes. «Derartige entsetzliche Gewalttaten werden uns ganz gewiss nicht abschrecken, sondern uns nur in unserer Entschlossenheit bestärken.»

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