Straßen sollen zukünftig Strom erzeugen

In den USA und in Deutschland geht die Forschung und Entwicklung zu stromerzeugenden Straßen voran. Ein deutsches Unternehmen setzt dabei auf ein flexibles, mit Solarzellen bestücktes, ausrollbares Material. Das amerikanische Unternehmen verwendet statt Asphalt stabiles Glas.

Das Unternehmen Solmove setzt auf Solarzellen in einem flexiblen Material, das auf einer versiegelten Oberfläche ausgelegt wird. (Foto: Screenhsot: Solmove)

Das Unternehmen Solmove setzt auf Solarzellen in einem flexiblen Material, das auf einer versiegelten Oberfläche ausgelegt wird. (Foto: Screenhsot: Solmove)

Millionen Kilometer Straßenflächen ziehen sich durch die Landschaften. Eine riesige Fläche, die in naher Zukunft nicht nur zum Transport allein genutzt werden soll. In Deutschland und in den USA wird an Solarstraßen gearbeitet. Diese könnten zukünftig extrem große Mengen Strom erzeugen und gleichzeitig die Fahrsicherheit erhöhen.

Das US-Unternehmen Solar Roadways konnte dank einer Anfangsfinanzierung des amerikanischen Verkehrsministeriums und einer Crowdfounfunding-Aktion bereits eine erste Teststrecke bauen. Eine Million Dollar wollten die Unternehmer via Crowdfounding einnehmen, mehr als 2,2 Millionen Dollar sind es letztlich geworden.

Für die Solarstraße verwenden die Akteure ein dem Panzerglas ähnliches Glas, in das die Solarzellen eingelassen werden. Heizelemente und LEDs sind ebenfalls eingebaut. Die Straße besteht aus aneinander gereihten sechseckigen Panelen, die für einen besseren Halt kleine Erhebungen aufweisen. Eis soll auf den Solarpanelen schmelzen und Wasser trocknen. Die Straße ist durch das harte Glas in der Lage, auch LKWs darüber fahren zu lassen.

Verkehrsinfos, die direkt auf der Straße sichtbar gemacht werden sollen, werden dann genauso mit dem Strom aus den verbauten Solarzellen versorgt wie die Technologie, die Schnee und Eis zum Schmelzen bringen soll. Neben Straßen könnten natürlich auch Einfahrten und Parkplätze aus den Modulen gebaut werden.

Auch in Deutschland gibt es Forschungen zu diesem Gebiet.  So setzt das Unternehmen Solmove dabei aber auf einen Belag der flexibel ist und auf einer versiegelten Fläche ausgerollt werden kann. 100 Watt pro Quadratmeter sollen damit erzeugt werden können. Allein die Einnahmen aus der Stromerzeugung durch den Belag könnten den Straßenbau refinanzieren, so das Unternehmen. 1 Kilometer der Straße soll zudem ausreichen, um 150 Haushalte mit Strom zu versorgen.

In Großbritannien gibt es hingegen bald Tests mit „dynamischer kabelloser Stromübertragung“. Für den Versuch sollen einige Fahrzeuge und einige Kilometer Teststraße mit der Technik zum kabellosen Aufladen ausgestattet werden. Vereinfacht ausgedrückt befinden sich unter dem Asphalt Stromleitungen, die mit Spulen verbunden sind. Fährt ein Auto über die Straße soll der Strom kabellos zu einem Empfänger im Fahrzeug geleitet werden. Grundsätzlich sei die Technik für alle Typen von Elektroautos geeignet, heißt es in der Vorstellung des Projekts.

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