Kälte und Hunger: Caritas warnt vor Todesfällen unter Flüchtlingen

Die Caritas warnt wegen der eintretenden Kälte vor Todesfällen unter den Flüchtlingen. Derzeit mangelt es an Unterkünften, Verpflegung und medizinischer Versorgung.

Der Caritasverband für das Erzbistum Berlin meldet, dass es unter den wartenden Flüchtlingen vor dem Berliner LAGeSo-Gelände aufgrund der Kälte bald zu Todesfällen und Krankheiten kommen könnte. Das geht aus einer Mitteilung des Verbands hervor.

Unter den Wartenden sind Kleinkinder, die zitternd und blau angelaufen in der Kälte stehen. Wir können nicht mehr ausschließen, dass Menschen sterben“, sagt Caritasdirektorin Ulrike Kostka. Eine Vielzahl der Flüchtlinge soll zudem erkrankt sein.

Die langen Menschenschlangen bilden sich deshalb, weil die Registrierung der Menschen nicht vorankommt. Die Initiativen „Willkommen im Westend“, „Willkommen in Wilmersdorf“ und „Charlottenburg hilft“ fordern, dass täglich bis zu 1.000 Neuankömmlinge registriert werden müssten.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) nimmt derzeit 200 Registrierungen pro Tag vor. In etwa zwei Wochen sollen die Registrierungen auf 300 pro Tag gesteigert werden, berichtet der rbb.

Zuvor hatte auch die Flüchtlingshilfe „MOABIT HILFT“ vom Berliner Senat eine unverzügliche Unterstützung bei der Unterbringung und Verpflegung von Flüchtlingen gefordert. Es würden menschenunwürdige Zustände auf dem LAGeSO-Gelände herrschen. In der vergangenen Woche wurde ein vierjähriges, entkräftetes Kleinkind leblos im Gebäude aufgefunden. Es musste 20 Minuten lang reanimiert werden. Es war tagelang zum Warten gezwungen“, heißt es in der Mitteilung.

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