Friedensstifter und Friedenslehrer: Gewaltlosigkeit aus den Quellen des Islam

Seit mehr als einem Jahrzehnt erleben wir eine Pervertierung des Islam durch Gruppierungen wie der Al-Qaida oder dem IS, sagt Muhammad Sameer Murtaza, Islamwissenschaftler bei der Stiftung Weltethos in Tübingen. Die Religion Islam werde assoziiert mit Barbarei, Terror und Genozid. Als Referent ist er in diesem Herbst unterwegs, um aufzuzeigen, was der Islam tatsächlich ist.

Ab dem 22. Oktober ist Murtaza in Ladenburg, Leinfelden-Echterdingen, Karlsruhe und Bonn unterwegs, um dort Vorträge zu Gewaltlosigkeit aus den Quellen des Islam zu halten.

Für den Referenten Murtaza ist klar: „Den guten Muslimen bleibt nichts anderes übrig, als sich ständig zu distanzieren und ihre Abscheu gegenüber diese Pervertierung ihrer Religion zum Ausdruck zu bringen. Längst reicht dies aber nicht mehr aus, weder gegenüber der nichtmuslimischen Öffentlichkeit noch gegenüber jungen Muslimen, die gezielt vom IS umworben und angeworben werden.“ Es genüge nicht zu sagen, was der Islam alles nicht sei, sondern Muslime müssten diese Leerstelle ausfüllen mit einer Botschaft, was der Islam ist.

„Eine gewaltvolle Zeit braucht Friedensstifter und Friedenslehrer, die sich mit diesen Problemen kritisch auseinandersetzen und Lösungen anbieten“, so der Islam- und Politikwissenschaftler weiter. Vorgedacht, mitgedacht und begründet hätten dies die beiden muslimischen Gelehrten Jawdat Sa’id und Maulana Wahiduddin Khan in ihrer islamisch begründeten Friedenslehre und Lehre der Gewaltlosigkeit.

Vorgestellt wird sie am:

22. Oktober 19:30 Uhr in Ladenburg

28. Oktober 20:00 Uhr in Leinfelden-Echterdingen

2. November 19:00 Uhr in Karlsruhe

Tagung:

4. Dezember Die Friedenspotentiale abrahamitischer Religionen

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