Wie Marty McFly: Mehrheit würde gerne Zeitreise unternehmen

Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland (63 Prozent) würden gerne durch die Zeit reisen. Allerdings glaubt die Mehrheit nicht, dass Zeitreisen überhaupt möglich sind. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, das mehr als 1100 Menschen online befragt hat.

Viele Fans von Zeitmaschinen würden sich für einen Trip in die Vergangenheit entscheiden. Für 40 Prozent aller Befragten hätte dies einen großen Reiz – gegenüber 23 Prozent, die die Zukunft vorziehen würden.

Von den befragten Männern und Frauen halten 29 Prozent Zeitreisen generell für möglich. Sechs von zehn Befragten – und damit die Mehrheit – glauben allerdings nicht an diese Möglichkeit.

Für alle Freunde von Trips durch Zeit und Raum ist dieser Mittwoch ein besonderer Tag: Der 21. Oktober 2015 ist genau das Datum, zu dem Darsteller Michael J. Fox als Marty McFly vor 30 Jahren im Film «Zurück in die Zukunft II» reiste, so die dpa.

Das Institut YouGov hat im Zeitraum vom 16. bis 20. Oktober 1177 Frauen und Männer ab 18 Jahren befragt. Gefragt wurden sie Folgendes: «1. Glauben Sie, dass Zeitreisen zumindest theoretisch möglich sind, oder glauben Sie dies nicht? 2. Unabhängig davon, ob Sie glauben, dass Zeitreisen möglich sind: Würden Sie prinzipiell gerne eine Zeitreise unternehmen?»

Der iranische Wissenschaftler Ali Razeghi sorgte übrigens 2013 für Aufsehen, als er behauptete, eine Zeitmaschine erfunden haben, die die Zukunft voraussagt.

Die unglaubliche Geschichte, die bei vielen Lesern sicherlich sofort einen ganz bestimmten DeLorean DMC 12 vor dem inneren Auge auftauchen lässt, hatte der britische Telegraph ausgegraben. Demnach habe der iranische Wissenschaftler angeblich die so genannte „Aryayek Zeitreisemaschine“ beim staatlichen Zentrum für Strategische Erfindungen registrieren lassen. Dort arbeite der damals 27-Jährige übrigens auch.

Doch wie dem auch sei. Denn so wie die Sache steht, könne die Zeitmaschine wohl fünf bis acht Jahre in die Zukunft eines jeden Einzelnen sehen – und das, so der tollkühne Wissenschaftler, mit einer Genauigkeit von sagenhaften 98 Prozent. „Ich habe die vergangenen zehn Jahre an diesem Projekt gearbeitet“, so Razeghi selbst. „Meine Erfindung ist nicht größer als ein ganz normaler Rechner und kann Angaben über die nächsten fünf bis acht Jahre des Lebens seiner Nutzer vorhersagen. Sie bringt dich nicht in die Zukunft, sondern bringt die Zukunft zu dir.“

Auch für die iranische Regierung, sinnierte Razeghi weiter, könnte seine Erfindung von immenser Bedeutung sein. So könnte etwa die Möglichkeit einer militärischen Konfrontation mit einem fremden Land vorhergesagt werden oder die Fluktuation im Wert von Fremdwährungen und der Ölpreise. Eine Regierung, die gut fünf Jahre in die Zukunft sehen könnte, preist er weiter an, wäre auch in der Lage, sich auf mögliche Destabilisierungen vorzubereiten. Vielleicht kann seine Maschine ja auch die nächsten Sanktionen gegen den Iran sehen (mehr hier). Entsprechend sieht er den künftigen Markt für sein „Produkt“ eben nicht nur bei Einzelpersonen, sondern auch bei ausländischen Regierungen. Immerhin soll das Ganze irgendwann in die Serienreife gehen. Zur Not hat er aber auch noch 179 weitere Erfindungen in petto.

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