Wegen der Neuwahlen: Sommerzeit endet in der Türkei am 8. November

Nicht nur in Deutschland wurden die Uhren bereits am vergangenen Wochenende um eine Stunde zurückgestellt. In der Türkei lässt man sich damit in diesem Jahr allerdings bis zum 8. November Zeit. Grund dafür sind die anstehenden Neuwahlen am 1. November. Die Bürger sollen im Hellen zu den Wahllokalen gehen können.

In der Türkei werden die Uhren erst in der Nacht vom 7. auf den 8. November umgestellt. (Foto: Flickr/ Tick tock by Kalyan Chakravarthy CC BY 2.0)

In der Türkei werden die Uhren erst in der Nacht vom 7. auf den 8. November umgestellt. (Foto: Flickr/ Tick tock by Kalyan Chakravarthy CC BY 2.0)

Die meisten Länder der Nordhalbkugel haben das Ende der Sommerzeit bereits in der Nacht von vergangenem Samstag auf Sonntag eingeläutet. In der Türkei gab es nun allerdings einen ungewöhnlichen Beschluss. Dort endet die Sommerzeit in diesem Jahr ganze zwei Wochen später als gewöhnlich. Aktuell ist die Türkei damit Deutschland um ganze zwei Stunden voraus.

Dem Energieminister Ali Riza Alaboyun zufolge, wolle man auf diesem Wege das Tageslicht länger nutzen und so die Wahlsicherheit besser gewährleisten. Vor allem im Südosten der Türkei werde es nämlich früh dunkel.

Die Entscheidung des türkischen Kabinetts mit Blick auf die Neuwahlen am 1. November habe zu einiger Verwirrung in der Öffentlichkeit geführt, berichtet die türkische Zeitung Sabah. Immerhin würden viele elektronische Geräte, wie Smartphones, die Zeit automatisch einzustellen. Das Thema sei derart heiß diskutiert worden, dass die Phrase „Wie spät ist es jetzt?“ sogar ein Trending Topic in der ganzen Türkei geworden wäre.

2016 existiert die Sommerzeit in Deutschland mit Pausen bereits 100 Jahre. Die Türkei schloss sich dem an, um sich mit dem Rest Europas zu synchronisieren und die Nachfrage nach Strom zu reduzieren.

Auswirkungen hat die Entscheidung vor allem auf Reisende. Sind sie zwischen dem 25. Oktober und 8. November in oder von der Türkei aus unterwegs, müssen sie mit veränderten Flugzeiten rechnen. „Nationale und internationale Flüge aus der Türkei starten in dieser Zeit eine Stunde später ab, als im Flugplan angegeben“, so das Portal Check24.de.

Dadurch änderten sich die Abflugzeiten aller nationalen und internationalen Flüge mit Start in der Türkei. Sie würden eine Stunde später abhebe, als im Flugplan angegeben. Die Start- und Landezeiten außerhalb der Türkei seien davon nicht betroffen. „Probleme mit Anschlussflügen wird es durch die verschobene Zeitumstellung nicht geben, da alle Airlines ihre Flugpläne einheitlich nach der Greenwich Mean Time (GMT) planen“, so das Portal weiter. Lokale Ortszeiten spielten dabei keine Rolle und erscheinen lediglich auf den ausgedruckten Tickets und Reiseunterlagen der Fluggäste. „Bereits im vergangenen Jahr hatte die türkische Regierung die Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit um einen Tag nach hinten verschoben. Auch damals waren Wahlen der Anlass für die Maßnahme.“

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