Übler Scherz: Türkischer Hotelangestellter gibt sich als IS-Terrorist aus

Vier Monate nach dem dramatischen Amoklauf in Tunesien hat sich ein türkischer Hotelangestellter einen üblen Scherz mit den Gästen erlaubt. Maskiert stellte er sich an den Hotelpool und gab vor, ein IS-Terrorist zu sein. Es ist bereits der zweite Vorfall dieser Art in einem türkischen Hotel.

Das Bild des fingierten Angriffs macht im Netz die Runde. (Screenshot http://nieuws.marokko.nl/)

Das Bild des fingierten Angriffs macht im Netz die Runde. (Screenshot http://nieuws.marokko.nl/)

Der Mann soll maskiert und mit einem schwarzen Umhang bekleidet an die Poolanlage des türkischen Familienhotels „Club Hotel Pineta“ in Marmaris gestürmt sein. Dabei habe er britischen Medienberichten zufolge lauthals etwas auf Arabisch geschrien. Die Urlauber sollen in Panik geraten sein, als er vor einem sechsjährigen Mädchen vorgab, nach einer Waffe zu greifen. Dann sei er ins Restaurant der Anlage weitergezogen. Die übrigen Angestellten sollen amüsiert zugesehen haben, berichtet das britische Boulevardblatt The Sun.

Gegenüber der Sun erklärte die anwesende Touristin Jade: „Die Leute hatten keine Ahnung, was los war, wir befürchteten das Schlimmste. Als wir zur Rezeption gingen , lachten sie“ Das Hotel selbst habe den Vorfall bislang nicht kommentiert. Dem Blatt zufolge sei es nicht der erste Vorfall dieser Art in einem türkischen Hotel. Bereits vor drei Monaten kam es zu einer ähnlichen Aktion in der Fünf-Sterne-Anlage Grand Yazici Mares Hotel in Icmeler.

Wer hinter der Aktion stecke, sei bislang noch nicht geklärt, berichtet hierzu die britische Daily Mail.

Gerade britische Urlaub dürften solche Scherze nachhaltig verschrecken. Zu tief sitzt nach wie vor das Trauma, das der Amoklauf an einem tunesichen Strand verursacht hat. Im Juni starben in Sousse 39 Menschen, die meisten von ihnen waren Touristen aus Großbritannien (mehr hier). Das Land verhängte nach der Attacke den Ausnahmezustand. Eigentlich waren die Urlauber aus Tunesien gen Spanien und in die Türkei geflüchtet, weil sie sich dort sicher wägten. Nun wird das Vertrauen durch gedankenlose Einzelaktionen wie diese zerstört.

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