USA: Muslimin besänftigt Islam-Gegnerin mit Umarmung

Manchmal braucht es schlicht einer menschlichen Geste, um Vorurteilen wirksam zu begegnen. In den USA hat eine junge Muslima genau so gehandelt, als eine Islam-Gegnerin vor ihrer Moschee protestierte. Sie umarmte die Frau und lud sie ein. Im Innern wurde sie mit Applaus empfangen.

Eine Umarmung sagt mehr als 1000 Worte. (Screenshot YouTube)

Eine Umarmung sagt mehr als 1000 Worte. (Screenshot YouTube)

Die Begebenheit in den USA sorgt derzeit im Netz für Aufsehen. Das dazugehörige YouTube-Video hat mittlerweile fast 180.000 Klicks. Eine Frau protestierte in Ohio vor einer Moschee gegen den Islam. Gespräche mit hinzukommenden Muslimen konnten sie nicht überzeugen. Eine junge Frau begegnete ihr jedoch mit unvermittelter Herzenswärme. Unerschrocken ging sie auf die Frau zu, umarmte sie und lud sie ein, ins Gotteshaus zu kommen.

Die Islam-Gegnerin sollte sich den Ort ihres Glaubens einmal ganz aus der Nähe betrachten.Die Demonstrantin namens Annie zeigte sich beeindruckt. Sie gesteht: „Ich bin nicht bösartig. Ich bete lediglich dafür, dass das Morden ein Ende hat“. Beim Eintritt in die Moschee erhält die Frau dann Applaus und sie freut sich natürlich.

Veröffentlicht wurde das Video über das ungewöhnliche Zusammentreffen vor dem Noor Islamic Cultural Center in Columbus bereits am 10. Oktober. Wie sbs berichtet, sei es von einer Gruppe aufgenommen worden, die gegen eine geplante Anti-Islam-Demo protestieren wollte.

Die junge Muslima Cynthia DeBoutinkhar schildert die Begegnung auch auf ihrem Facebook-Account. Geplant habe sie das nicht, es sei einfach über sie gekommen. Während der Umarmung habe sie bereits gespürt, wie Annie sich mehr und mehr entspannte. Als sie dann aufgefordert wurde, mit in die Moschee zu kommen, hätte sie wirklich Angst gehabt. Drinnen angekommen, habe sie dann ihr Kopftuch abgelegt, damit Annie sie ansehen und feststellen könnte, dass sie ein völlig normaler Mensch sei. Auch das Oberhaupt der Moschee habe sich Zeit genommen und ihre Fragen beantwortet.

Am Ende hat sie nicht nur eine englischsprachige Ausgabe des Korans erhalten, sondern für ihre Gastgeber auch ein ganz besonderes Wort gehabt: „Entschuldigung!“

 

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