Einzigartig in Europa und Türkei: Das Unterwasser-Museum in Side

Kunstfreunde haben in der Türkei seit einiger Zeit einen neuen Anlaufpunkt. In Side können sie 110 Skulpturen zu fünf verschiedenen Themen bewundern. Das Besondere: Sie stehen nicht etwa in einem herkömmlichen Museum, sondern befinden sich Unterwasser. Die Anlage gilt als einmalig in der Türkei und in Europa.

Seit diesem Sommer ist Side um eine Attraktion reicher. (Screenshot Facebook)

Seit diesem Sommer ist Side um eine Attraktion reicher. (Screenshot Facebook)

Seit diesem Sommer hat das Unterwasser-Museum in Side seine Pforten geöffnet. Gebaut wurde es in nur neun Monaten in Kooperation der Ortsniederlassung der Seehandelskammer (IMEAK) und der Stiftung zur Förderung des westlichen Mittelmeerraums, die damit in elf bis 20 Metern Tiefe den Reichtum der anatolischen Zivilisation präsentieren möchten.

Das Museum ist das erste und einzige seiner Art in der Türkei und in Europa“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet den IMEAK-Vorsitzenden İnanç Kendiroğlu. Ziel sei es auf diesem Wege den Tauchtourismus in der Region anzukurbeln. Zudem seien weitere Anlagen dieser Art in Kemer, Alanya und der Provinzhauptstadt Antalya geplant. Kendiroğlu zufolge seien die Skulpturen auch zur Vermeidung von Schäden an der natürlichen Umgebung unter Wasser konzipiert worden.

Dem Fachmann zufolge sei das Potential immens. Insgesamt gebe es drei Millionen Touristen weltweit, die sich aktiv im Tauchtourismus bewegen. Auch in der Türkei gebe es ein steigendes Interesse. Mit der eigenen Anlage eine Seemeile vor Side wolle man in den ersten Jahren rund 500.000 Urlauber jährlich anziehen.

Der Bereich des Unterwasser-Museums wurde zum Meer hin gesperrt, so dass keine Gefahren durch Schiffsverkehr lauern. Jeder, der im Besitz einer Tauch-Bescheinigung sei, könne kostenlos abtauchen.

Das weltgrößte Unterwassermuseum findet sich übrigens in Cancún, Mexiko. 400 lebensgroßen Skulpturen des  britischen Künstlers Jason deCaires Taylor liegen im „Museo Subacuático de Arte“ (MUSA) zwischen Cancún und der Isla Mujeres in neun Meter Tiefe auf dem Meeresgrund. Entstanden ist der Meerespark mit seiner Ausstellung „Die stille Evolution“ im Jahr 2010. Initiiert wurde die Anlage, um Taucher von den gefährdeten Korallenriffen der Küste abzuziehen.

Tauchfreunde werden daneben etwa vor Grenada fündig, wo Jason deCaires Taylor ebenfalls eine menschliche Skulpturenwelt erschaffen hat. Spannend dürfte auch das Tauchgebiet vor Key Largo sein, dort steht eine eine Meter hohe Bronze Statue mit dem Namen „Christ oft the Abyss“.

 

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