PKK erklärt Gewaltverzicht für beendet

Die Terrororgaisation PKK hat ihren vor der Parlamentswahl ausgerufenen Gewaltverzicht für beendet erklärt. Diese Entscheidung wurde mit den jüngsten Einsätzen der türkischen Armee gegen die Kurdenrebellen begründet, wie es es in einer am Donnerstag von der prokurdischen Nachrichtenagentur Firat verbreiteten Erklärung hieß. Die Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan habe nach der Wahl gezeigt, dass die neue Regierung eine "Kriegsregierung" sein werde.

Der Konflikt der Regierung in Ankara mit den PKK-Rebellen war im Juni blutig eskaliert. Der vor drei Jahren eingeleitete Friedensprozess zwischen beiden Seiten kam abrupt zum Erliegen. Kurz nach dem Anschlag auf eine Friedensdemonstration in Ankara mit mehr als hundert Todesopfern Anfang Oktober hatte die PKK jedoch angekündigt, ihre Angriffe bis zur Parlamentswahl am vergangenen Sonntag einzustellen.

Bei der Wahl hatte Erdogans AKP die absolute Mehrheit errungen. In den darauffolgenden Tagen hatte die türkische Armee erneut PKK-Stellungen im Nordirak und im Südosten der Türkei bombardiert. Am Mittwoch wurden Angriffe auf PKK-Ziele in der Stadt Yüksekova geflogen, nach Armeeangaben wurden dabei 31 PKK-Kämpfer getötet.

Erdogan hatte am Mittwoch in seiner Fernsehansprache deutlich gemacht, dass seine Regierung den Kampf gegen die PKK fortsetzen werde, so die AFP. „Es wird keine Pause geben“, sagte er. Die „Einsätze werden entschlossen fortgesetzt werden“.

Mehr zum Thema:

Kein Schutz durch Athen: PKK-Führer Öcalan verklagt Griechenland
Türkei: Öcalan übt massive Kritik an HDP-Chef Demirtaş
Sabotage um jeden Preis: Erdoğan und Öcalan sollen „beseitigt“ werden

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.