Nacer Barazite: Aufregung nach verweigertem Handschlag

Ein verweigerter Handschlag des muslimischen Fußballers Nacer Barazite (25) vom FC Utrecht hat in den sozialen Netzwerken für Aufregung gesorgt. Barazite hatte am Sonntag nach dem 4:2-Sieg seines Clubs gegen den FC Twente Hélène Hendricks der Reporterin des Sender Fox Sport zum Ende eines Interviews einen Handschlag verweigert. «Ach ja, ich darf Ihnen ja nicht die Hand geben», sagte Hendricks.

Barazites Verhalten ist für viele Medien nicht nachvollziehbar. (Screenshot YouTube)

Barazites Verhalten ist für viele Medien nicht nachvollziehbar. (Screenshot YouTube)

Barazite hatte bereits vor mehr als einem Jahr seinem Verein mitgeteilt, dass er aus religiösen Gründen Frauen nicht die Hand schüttele. Darüber hatte der Club auch die Medien informiert, ohne dass es darauf irgendeine Reaktion gegeben hätte. Vom Verein gab es am Donnerstag keine Stellungnahme, um die Debatte nicht anzuheizen, so ein Sprecher.

Hendricks erklärte: «Ich persönlich habe kein Problem damit, wenn mir ein Spieler aus religiösen Gründen nicht die Hand geben möchte.» Hingegen äußerten sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter zahlreiche Menschen entsetzt: Dieses Verhalten sei zutiefst frauenfeindlich und nicht hinnehmbar, so die dpa.

Der FC Utrecht hatte in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass Barazite und der ebenfalls strenggläubige Teamkamerad Yassin Ayoub Möglichkeiten zum Beten auf dem Vereinsgelände und nach Möglichkeit auch bei Auswärtsspielen haben. Beim Verein hieß es aber, Wünsche, beispielsweise am Freitag auf das Training zu verzichten, könnten nicht akzeptiert werden.

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