Antalya: Türkische Polizei fasst 20 mutmaßliche IS-Dschihadisten

Rund eine Woche vor dem G20-Gipfel in der südtürkischen Provinz Antalya hat die Polizei rund 20 mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz IS festgenommen. Die Polizei habe am Freitag in den Bezirken Manavgat und Alanya Razzien gegen den IS durchgeführt.

Der Zuschlag sei durch Kräfte zur Bekämpfung von Terrorismus erfolgt. Dabei seien auch Datenträger beschlagnahmt worden. Zwei Festgenommene seien russische Staatsbürger, berichtete die Nachrichtenagentur DHA.

Wie die türkische Zeitung Hürriyet berichtet, sollen die Festgenommenen Kontakt mit IS-Anhängern im benachbarten Irak und Syrien haben. In Ankara halte sich derzeit auch der Irak-Experte und Sonderbeauftragte der US-Regierung für den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), Brett McGurk auf. Dort treffe er derzeit mit Regierungsvertretern zusammen, um über den Kampf gegen die Terrormiliz zu beraten.

Der G20 Gipfel beginnt am 15. November im südtürkischen Belek, rund 45 Kilometer östlich der Stadt Antalya. Der Gipfel findet unter großen Sicherheitsvorkehrungen statt. In der Urlaubsregion werden nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu rund 11 000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Unter den Gipfel-Teilnehmern befindet sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Türkei fahndet seit dem verheerenden Bombenanschlag gegen eine Friedenskundgebung in der Hauptstadt Ankara verstärkt nach IS-Dschihadisten. Bei dem Attentat wurden am 10. Oktober 102 Menschen getötet und etwa 500 weitere verletzt. Es handelte sich um den folgenschwersten Anschlag in der Geschichte der Türkei.

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