Zwei Albaner, ein Türke: Drei mutmaßliche Schleuser in Albanien festgenommen

Die albanische Polizei hat drei mutmaßliche Anführer eines Schleuserrings festgenommen, die Flüchtlinge gegen Bezahlung an die serbisch-ungarische Grenze gebracht haben sollen. Die zwei Albaner und ein Türke seien auf dem Flughafen der albanischen Hauptstadt Tirana gefasst worden, teilte die Polizei am Freitag mit.

Sie hätten für Flüchtlinge Flüge aus der Türkei nach Tirana organisiert. Danach seien die Flüchtlinge in den Norden Serbiens gebracht worden, von wo aus sie illegal in das EU- und Schengen-Land Ungarn gelangt seien.

Für ihre Dienste kassierten die Schleuser den Angaben zufolge mindestens 3600 Euro pro Flüchtling. Wie viele Flüchtlinge sich an die Schlepper wandten, wurde nicht mitgeteilt. Den Beschuldigten drohen nun bis zu zehn Jahre Haft, so die AFP.

Angesichts des Andrangs von Flüchtlingen aus Ländern wie Syrien hatte Ungarn im September einen Metallzaun entlang seiner Grenze zu Serbien fertiggestellt. Auch die ungarische Grenze zum EU-Land Kroatien wurde auf diese Weise dicht gemacht. Daher führt die sogenannte Balkan-Route der Flüchtlinge mittlerweile über Slowenien. Ein Großteil der Flüchtlinge will von dort nach Deutschland weiterreisen. Albanien liegt hingegen nicht auf der meistgenutzten Fluchtroute.

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