Kein Spaß beim türkischen Nationalgetränk: Geldstrafe für Beleidigung von Ayran

Wegen eines Werbespots mit abfälligen Bemerkungen über das türkische "Nationalgetränk" Ayran ist ein staatliches Tee-Unternehmen in der Türkei laut Medienberichten zu einer saftigen Geldstrafe verdonnert worden. Nun werden mehr als 70.000 Euro fällig.

Das Joghurtgetränk war im Jahr 2013 von dem islamisch-konservativen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in den Rang eines "Nationalgetränks" erhoben worden. (Screenshot YouTube)

Das Joghurtgetränk war im Jahr 2013 von dem islamisch-konservativen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in den Rang eines „Nationalgetränks“ erhoben worden. (Screenshot YouTube)

In dem Fernsehspot für den Eistee „Didi“ der Firma Caykur wird gesungen: „Ich habe Ayran getrunken, das hat mich einschlafen lassen.“ Das Handelsministerium verdonnerte daher die Firma Caykur zu einer Geldstrafe von umgerechnet 70.250 Euro, weil das Joghurtgetränk „Ayran grundlos beleidigt“ worden sei, wie die Zeitung „Hürriyet“ am Sonntag berichtete. Auch werde den Konsumenten die „schlechte Botschaft“ vermittelt, dass sie weniger davon trinken sollten.

Das Joghurtgetränk war im Jahr 2013 von dem islamisch-konservativen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in den Rang eines „Nationalgetränks“ erhoben worden, so die AFP. Erdogan will, dass die Türken mehr Ayran trinken und dafür weniger Raki, ein Schnaps mit Anis-Aroma.

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