Ex-Außenminister Fischer: Europa muss Türkei eng an sich binden

Die Europäische Union muss aus Sicht des früheren Außenministers Joschka Fischer (Grüne) stärker als bislang mit der Türkei zusammenarbeiten. Ohne die Türkei tendiere der europäische Einfluss im Nahen und Mittleren Osten, aber auch bis nach Zentralasien hinein «eher gegen Null», schrieb Fischer in einem Beitrag für die «Süddeutsche Zeitung» (Montag). «Umso wichtiger ist es für Europa, die Türkei fest und eng an sich zu binden.»

Er räumte ein, dass die innenpolitische Entwicklung der Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdogan eine solche Politik alles andere als leicht mache. (Foto: Flickr/ Joschka&Mr.Fischer by Berlin Beyond CC BY 2.0)

Er räumte ein, dass die innenpolitische Entwicklung der Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdogan eine solche Politik alles andere als leicht mache. (Foto: Flickr/ Joschka&Mr.Fischer by Berlin Beyond CC BY 2.0)

Es sei ein Fehlschluss gewesen, dass man damit die Konflikte des Nahen und Mittleren Ostens zu europäischen machen würde. «Andersherum wird ein Schuh daraus, wie wir gegenwärtig erleben müssen», schrieb Fischer.

Er räumte ein, dass die innenpolitische Entwicklung der Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdogan eine solche Politik alles andere als leicht mache, so die dpa. «Diese bleibt jedoch für Europa (nicht nur wegen der Flüchtlinge) alternativlos, zumal bedingt durch das russische Auftauchen in Syrien und das De-facto-Bündnis Moskaus mit Teheran die Türkei wieder in Richtung Europa und Westen gedrückt wird und so die Chance zu einem Neuanfang in den Beziehungen besteht.»

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