Shota Arveladze bei Trabzonspor vor Entlassung

Bei Trabzonspor brennt der Baum! Nach der bitteren 0:1-Niederlage bei Medipol Basaksehir steht Cheftrainer Shota Arveladze vor der Entlassung. Derweil kündigte sich ein neuer Kandidat für die Präsidentschaftswahlen an.

Vor über einem Jahr antwortete der georgische Trainer Shota Arveladze auf die Frage, ob er sich eine Tätigkeit bei Trabzonspor vorstellen könne: „Der Trainerjob ist sehr schwierig. Wenn ein Spieler sogar einen Elfmeter verschießt, wird sofort der Trainer dafür verantwortlich gemacht. Aus dem Grund möchte ich überall hin, nur nicht nach Trabzon. Ich liebe die Menschen dort und sie lieben mich. Deswegen möchte ich nicht, dass irgendwann unsere Beziehung dadurch kaputt geht!“

Nur 14 von 33 Zählern geholt

Ein Szenario, das die Vereinslegende vor über einem Jahr befürchtete, verwirklicht sich so langsam zur bitteren Wahrheit. Der Schwarzmeer-Klub steht nach elf Wochen nur auf einem enttäuschenden zwölften Tabellenplatz. Die Mannschaft von Arveladze konnte aus den letzten sieben Spielen nur einen Sieg holen. Auch wenn andere Faktoren gegen Trabzonspor sprechen, darf sich ein Klub mit solch einer großen Vision nicht erlauben, aus elf Liga-Spielen nur 14 Punkte zu holen. Am meisten sind die Fans betroffen, die seit Wochen vergeblich auf eine Erfolgsschwelle ihrer großen Liebe warten.

Trabzonspor verliert immer mehr an Boden

Beim schwierigen Auswärtsspiel bei Medipol Basaksehir (0:1) präsentierte sich die Mannschaft wieder einmal von ihrer schlechten Seite. Da brachte auch ein umstrittener Elfmeter nichts ein. Der Goalgetter Oscar Cardozo verschoss in der Nachspielzeit einen Strafstoß. Die Leistungen der Spieler, vor allem der Leistungsträger Erkan Zengin und Mehmet Ekici, waren schlecht. Der Freistoß-Spezialist Ekici war stets bemüht, doch in manchen Situationen agierte er zu egoistisch.

Nachfolger für Arveladze gesucht?

Die Tage von Shota Arveladze scheinen gezählt, intern wird schon längst über einen Nachfolger diskutiert. Schließlich steht der Vorstand um Klub-Boss Ibrahim Haciosmanoglu stark unter Kritik und ist gezwungen zu handeln. Allein dadurch, dass nächstes Jahr Präsidentschaftswahlen sind, muss er beweisen, dass das Vertrauen innerhalb des Vereins nicht endgültig verloren geht. In den letzten Tagen und Wochen fallen immer mehr Namen um den Posten von Arveladze. Die Situation in Trabzon ist brandheiß. Wenn Arveladze derjenige sein möchte, der das Feuer löscht, muss er schnell handeln. Die Flammen werden täglich größer und breiten sich sehr schnell aus. Die Rolle der Spieler in Bezug auf die jetzige Situation steht ebenso zur Debatte. Nur wird immer nur einer für die negativen Ergebnisse verantwortlich gemacht. Genau das wollte Arveladze mit seiner Aussage deutlich machen.

Hekimoglu erklärt Kandidatur zum Präsidenten

Der Geschäftsmann Celil Hekimoglu erklärte, dass er bei den Wahlen, die nächstes Jahr stattfinden, kandidieren wird. Die Liste seiner Vorstandsmitglieder steht auch schon der Öffentlichkeit offen. Vor allem der Name Sebahattin Cakiroglu fällt auf. Der Ex-Vizepräsident Cakiroglu gehörte zwischen 2012 und 2014 zum Vorstand um Haciosmanoglu. Er galt als die rechte Hand des jetzigen Präsidenten und trat letztes Jahr von seinem Amt zurück. Laut seinen eigenen Aussagen führten Meinungsverschiedenheiten zu diesem Schritt. Mitte des Jahres wollte er sogar selbst kandidieren, entschied sich dann aber doch noch um. Sebahattin Cakiroglu ist in Trabzon ein geschätzter Unternehmer und seine Rolle innerhalb dieses Vorstandes wird ausschlaggebend sein.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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