Mieter stoppt Einbrecher mit Faustschlag – und wird angezeigt

Die Polizei im Main-Taunus-Kreis hat einen couragierten Mieter angezeigt, weil dieser einen Serien-Einbrecher auf eigene Faust stoppte. Der Verbrecher ging durch einen heftigen Faustschlag ins Gesicht k.o. Da es sich um Körperverletzung handelt, konnten die Beamten nicht wegsehen.

Im Keller eines Mehrfamilienhauses kam es zu einer unschönen Begegnung zwischen Mieter und Einbrecher. (Foto: Flickr/ Basement. by sherifx CC BY 2.0)

Im Keller eines Mehrfamilienhauses kam es zu einer unschönen Begegnung zwischen Mieter und Einbrecher. (Foto: Flickr/ Basement. by sherifx CC BY 2.0)

In einem Mehrfamilienhaus in Hofheim im Main-Taunus-Kreis hat sich kürzlich ein 17-jähriger Einbrecher zu schaffen gemacht. Ein 30-jähriger Bewohner wurde auf sein Vorhaben aufmerksam und streckte den Teenager derart heftig nieder, dass er schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden musste. Nun muss sich der Hausbewohner für sein eigenmächtiges Handeln verantworten.

Der 30-Jährige war auf verdächtige Geräusche im Keller aufmerksam geworden und ging der Sache nach. Als er dort auf den 17-Jährigen traf, erschien ihm die Situation offenbar als zu brenzlig. „Weil dieser einen Schraubendreher in der Hand hielt, ging der Hausbewohner zum Angriff über“, berichtet das Magazin Focus.

Wie sich herausstellte, setzte der Hausbewohner keinen Unbekannte außer Gefecht. Der junge Mann sei bei der Polizei bereits bekannt gewesen und stamme aus der Gegend, heißt es weiter. Auf sein Konto sollen über 200 ähnliche Delikte gehen. Eine Strafanzeige gegen den Mieter war allerdings trotzdem fällig: „Wir müssen hier tätig werden, weil eine Körperverletzung vorliegt“, so ein Sprecher auf Anfrage von Focus Online. „Der Geschädigte selbst war nicht in der Lage mitzuteilen, ob er eine Strafverfolgung wünscht.“

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