Polizei salutiert vor Helmut Schmidt

Einen Tag nach seinem Tod wurde Altkanzler Helmut Schmidt am Mittwoch aus seinem Haus in Hamburg/Langenhorn gebracht. Nicht nur die Bürger der Stadt zeigen sich derzeit tief betroffen. Auch die Polizei erwies dem Politiker die letzte Ehre und stand Spalier als das Bestattungsunternehmen davon fuhr.

Die Hamburger Polizei salutiert vor dem Leichnam von Helmut Schmidt. (Screenshot YouTube)

Die Hamburger Polizei salutiert vor dem Leichnam von Helmut Schmidt. (Screenshot YouTube)

Am Mittwochvormittag trat Helmut Schmidt seine letzte Reise an. In einem hellen Holzsarg wurde der mit 96 Jahren verstorbene Politiker aus seinem Haus getragen. Die Hamburger Polizei erwies dem beliebten Bürger der Stadt dabei eine besondere Ehre.

Die Beamten zeigten beim Abschied von Schmidt eine „Geste, die man abseits des Militärs selten sieht: Die Beamten salutierten dem Altbundeskanzler und großen Hamburger. Ein Zeichen höchsten Respekts“, berichtet die Hamburger Morgenpost. Danach sei der Leichenwagen von  einer Polizeieskorte vom Grundstück begleitet worden.

Der Strom der Trauernden sei unterdessen nicht abgerissen. Zahlreiche Menschen legten vor dem Klinkerhaus Blumen und Kränze nieder. Vor dem Rathaus bildeten sich Schlangen, um sich in das ausgelegte Kondolenzbuch einzutragen. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank hätten dem Blatt zufolge die ersten Einträge verfasst: „Die Freie und Hansestadt Hamburg wird ihrem Lotsen stets ein ehrendes Andenken bereiten“, schrieb Veit. Fegebank habe sich mit den Worten „Die Welt verliert eine Stimme der Vernunft, unsere Stadt einen geliebten Sohn“, in das Buch eingetragen.

Wie die Zeitung erfahren haben will, habe der Staatsmann sein Begräbnis bereits zu Lebzeiten detailliert geplant. Einem Staatsakt habe er demnach zugestimmt. Allerdings solle dieser in Hamburg stattfinden. Seine letzte Ruhe soll er auf dem Ohlsdorfer Friedhof neben seiner Loki finden.

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