Neues Gesetz 2016: Das Kindergeld ist Ihnen nicht mehr sicher

Ein neues Gesetz soll ab 2016 Schummeleien beim Kindergeld verhindern. Eltern, die diese Unterstützung für ihren Nachwuchs in Anspruch nehmen möchten, müssen zum Jahresanfang alle Formalitäten feinsäuberlich erledigt haben. Für alle Anträge sind die Steuer-Identifikationsnummern von Kind und Antragsteller vorzulegen.

Die neue Regelung gilt unabhängig vom Geburtsdatum des Nachwuchses. (Foto: Flickr/ Baby by gabi menashe CC BY 2.0)

Die neue Regelung gilt unabhängig vom Geburtsdatum des Nachwuchses. (Foto: Flickr/ Baby by gabi menashe CC BY 2.0)

Das neue Gesetz ab dem Jahr 2016 könnte die ein oder andere Familienkasse künftig deutlich schmälern. Aktuell gibt es für ein Kind monatlich 188 Euro, ab nächstem Jahr sogar 190 Euro. Doch liegen zum 1. Januar weder die Steuer-Identifikationsnummern des Kindes noch des Antragstellers bei der Familienkasse vor, bleibt das Konto irgendwann  leer. Betrüger werden so leicht entlarvt.

„In der Vergangenheit ist es des Öfteren zu Doppelzahlungen gekommen, wenn beide Eltern unabhängig voneinander das Kindergeld beantragt haben. Diese Schummelei soll nun verhindert werden. Seit einigen Jahren erhalten Kinder von Geburt an ihre Steuer-ID, diese wird künftig den Zahlungen zugeordnet“, berichtet der Berliner Kurier über den Hintergrund der Neu-Regelung.

Zu finden sind die fraglichen Nummern zum einen auf der elektronischen Lohnbescheinigung des Arbeitgebers. Die des Kindes wird in der Regel kurz nach der Geburt in einer Mitteilung vom Bundeszentralamt für Steuern verschickt. Wer sie verlegt, kann sich einfach an das Bundeszentralamt wenden, das kostenlos weiterhilft. Die Bearbeitung und Zusendung per Post dauert jedoch meist ein bis drei Monate.

Achtung: Die neue Regelung gilt unabhängig vom Geburtsdatum des Nachwuchses. „Auch Kinder, die vor 2008 geboren wurden, haben inzwischen eine Steuer-Identifikationsnummer“, so das Blatt. Liege eine Nummer nicht vor, melde sich die zuständige Familienkasse.

Können die Unterlagen nicht bis zum 1. Januar 2016 bei der Behörde sein. Zeige die sich übrigens eine Weile kulant. Auf den Seiten der Arbeitsagentur heißt es hierzu:

„Grundsätzlich werden die Familienkassen es nicht beanstanden, wenn die Steuer-Identifikationsnummern im Laufe des Jahres 2016 nachgereicht werden. Die in verschiedenen aktuellen Publikationen verbreitete Meldung, dass eine Kindergeldzahlung eingestellt wird, wenn bis zum 1.1.2016 keine Mitteilung der Steuer-Identifikationsnummer vorliegt, ist unzutreffend.“

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