Darknet ausgeforscht: Razzia wegen Falschgeld-Handel im Internet

Die Polizei ist deutschlandweit gegen Falschgeld-Handel im Internet vorgegangen. Über das Darknet sollen die Verdächtigen gefälschte 20er- und 50er-Scheine bestellt haben. Gezahlt wurde mit digitaler Währung, die Blüten kamen ganz altmodisch mit der Post.

Die mit Offset-Verfahren in Italien gedruckten Falschnoten seien von guter Qualität und im Alltag nur schwer als „Blüten“ zu erkennen. (Foto: Flickr/Pile of Euro Notes CC BY 2.0)

Die mit Offset-Verfahren in Italien gedruckten Falschnoten seien von guter Qualität und im Alltag nur schwer als „Blüten“ zu erkennen. (Foto: Flickr/Pile of Euro Notes CC BY 2.0)

Im Kampf gegen Falschgeldhandel im Internet haben Ermittler der Polizei in mehreren Bundesländern zahlreiche Wohnungen durchsucht. Die Tatverdächtigen sollen über das Darknet – einem verdeckten, anonymen Bereich des Internets – gefälschte 20- und 50-Euro-Noten bestellt und mit digitaler Währung bezahlt haben, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Die mit Offset-Verfahren in Italien gedruckten Falschnoten seien von guter Qualität und im Alltag nur schwer als „Blüten“ zu erkennen. Versandt worden seien die Bestellungen per Post. Ob die Ankäufer das Falschgeld selbst in Umlauf brachten oder weiterverkauften werde noch ermittelt, hieß es vom BKA.

An der Razzia am Mittwoch waren den Angaben zufolge unter anderem die Landeskriminalämter in Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen beteiligt. Zur Zahl der Verdächtigen oder durchsuchten Wohnungen machte das BKA keine Angaben. 20- und 50-Euro Noten hätten 2014 mehr als die Hälfte des in Deutschland sichergestellten Falschgeldes ausgemacht.

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