Türkei vor Testspiel in Katar

Die Vorbereitungen für die EM 2016 in Paris laufen auf Hochtouren. Die türkische Nationalmannschaft wird am Freitag infolgedessen gegen das Gastgeberland der Weltmeisterschaft 2022 ein Freundschaftsspiel bestreiten. Die Begegnung findet im Abdullah Bin Khalifa-Stadion in Doha statt. Damit werden die beiden Nationen zum ersten Mal aufeinandertreffen.

89. Minute in der Torku-Arena: Selcuk Inan läuft an, verwandelt einen Freistoß aus 16 Metern unhaltbar ins rechte Eck und bringt eine ganze Nation zum Jubeln. Mittlerweile sind fast 30 Tage vergangen und so richtig realisieren konnten die Menschen in der Türkei das Herzschlagfinale immer noch nicht. Die türkische Nationalmannschaft hat es geschafft und nimmt nach acht Jahren wieder an einem Großturnier teil.

Inzwischen befinden sich die Spieler von Fatih Terim aufgrund des Freundschaftsspiels gegen Katar in der Hauptstadt Doha. Der Mainzer Yunus Malli, Abwehrtalent Atinc Nukan und  Ahmet Calik sind zum ersten Mal dabei. Spieler wie Burak Yilmaz, Hakan Balta und Selcuk Inan müssen aufgrund ihrer Verletzungen das Testspiel hingegen absagen. Nationaltrainer Fatih Terim und sein Kapitän Arda Turan beantworteten auf der heutigen Pressekonferenz die Fragen der Journalisten.

Turan: „Wir werden mit dieser Mannschaft noch vieles erreichen!“

Leistungsträger Arda Turan war die Freude über die Teilnahme an der Europameisterschaft noch deutlich anzumerken. Der Kapitän gab sich selbstbewusst: „Wir freuen uns immer noch riesig über die Qualifikation zur EM. Meine Kameraden und ich werden über dieses Turnier hinaus noch viel mehr erreichen“. Arda kann aufgrund der Transfersperre des FC Barcelona nur in der Nationalmannschaft spielen. Aus dem Grund ist es ersichtlich, dass der Ex-Madrilene noch mehr Freude und Lust am Fußball bekommen hat.

Fatih Terim: „Von Yunus Malli erwarten wir einiges!“

„Letztes Jahr um diese Zeit haben wir gegen Brasilien verloren. Seitdem sind wir ungeschlagen. Wir werden morgen gegen einen starken Gegner antreten, uns erwartet ein schwieriges Spiel“, so Nationaltrainer Fatih Terim. Der erfahrene Coach sagt weiterhin: „Ich glaube fest daran, dass Katar eine gute WM organisieren wird. Es ist ein attraktives Land, in der viel in den Fußball investiert wird.“ Von seinen Spielern erwartet Terim, dass sie nach der stressigen Gruppenendphase befreit aufspielen sollen. „Wir haben uns verdient für die EM qualifiziert. Aus dem Grund sollen meine Spieler diese Testspiele positiv nutzen und das Beste daraus machen. Die jungen Spieler werden ihre Chance bekommen und sollen ihre Qualitäten zeigen“, gibt der Trainer die Marschroute vor. Genauer beobachten wird Terim seinen neuen Schützling Yunus Malli – der „Imperator“ setzt die Messlatte bereits vor dem Debüt nach ganz oben: „Wir haben uns alle sehr gefreut, dass sich Yunus für die Türkei entschieden hat. Ich erwarte von ihm, dass er seine starke Form in der Nationalmannschaft bestätigt.“

Yunus Malli und Atinc Nukan feiern Debüt

Der Mainzer Malli, der aufgrund seinen guten Leistungen und sehenswerten Toren zurzeit in Deutschland für Schlagzeilen sorgt, entschied sich am Ende für die türkische Nationalmannschaft. Damit wird der 23-Jährige morgen zum ersten Mal das Trikot der Türkei tragen. Der feine Techniker ist ganz sicher eine Bereicherung für die Türken. Für manche kam diese Entscheidung überraschend, weil Malli fast alle Jahrgänge der deutschen Junioren-Nationalmannschaften durchlief. Ein weiteres Talent, Atinc Nukan, wird gegen Katar ebenfalls sein Debüt feiern. Der 1,98 Meter große Abwehrspieler wechselte im Sommer von Besiktas in die 2. Bundesliga zu RB Leipzig. „Mit der Nominierung habe ich mein größtes Ziel erreicht und darf endlich für mein Land auflaufen. Ich bin froh darüber in einer Nationalmannschaft spielen zu dürfen, die nächstes Jahr bei der Europameisterschaft teilnehmen wird. Natürlich ist es auch mein Ziel, nächstes Jahr bei der EM dabei zu sein“, so Nukan.

Toprak wünscht für die Türkei nur das Beste

Dagegen wird ein weiterer Abwehrspieler, Ömer Toprak, die Spiele der türkischen Nationalmannschaft am Fernseher verfolgen müssen. Der Kapitän von Bayer Leverkusen hat seit dem unschönen Vorfall mit Gökhan Töre kein Spiel mehr für die Türkei bestritten. Trotz dessen betont er inzwischen, dass er wieder für sein Heimatland auflaufen möchte. „Letztendlich ist es die Entscheidung vom Trainer. Ich bin noch nicht bei 100 Prozent und muss noch weiter an mir arbeiten. Ich wünsche für mein Heimatland nur das Beste und hoffe dass ich bald wieder mitwirken darf“, gab sich Toprak kampfbetont.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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