EU-Staaten verschärfen Sicherheit, Deutschland noch nicht

Belgien und Italien haben die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Für Deutschland fordern die Ministerpräsidenten Seehofer und Tillich die durchgehende Kontrolle aller deutschen Grenzen.

Die Ministerpräsidenten Seehofer und Tillich fordern durchgehende Kontrollen aller deutschen Grenzen. (Foto: Flickr/Minister Stanislaw Tillich by German Embassy London CC BY 2.0)

Die Ministerpräsidenten Seehofer und Tillich fordern durchgehende Kontrollen aller deutschen Grenzen. (Foto: Flickr/Minister Stanislaw Tillich by German Embassy London CC BY 2.0)

Nach den Terrorattacken in Paris verschärft das Nachbarland Belgien seine Sicherheitsmaßnahmen. Das betreffe die Grenze zu Frankreich, die Flughäfen und den Zugverkehr, sagte Premierminister Charles Michel der Nachrichtenagentur Belga am frühen Samstagmorgen. Details zu den Kontrollen blieben zunächst offen. Michel rief auch den nationalen Sicherheitsrat zusammen, um über die Lage zu beraten.

Auch Italien hat seine Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Das Risiko weiterer tödlicher Anschläge dürfe nicht unterschätzt werden, erklärt Ministerpräsident Matteo Renzi in einer Fernsehansprache.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) fordern schärfere Sicherheitsmaßnahmen auch in Deutschland. Neben der Sicherung der EU-Außengrenzen müsse auch über durchgehende Kontrollen an den deutschen Grenzen nachgedacht werden, sagte Seehofer am Samstag beim Landesparteitag der sächsischen CDU in Neukieritzsch. «Wir müssen wissen, wer bei uns ist und wer durch unser Land fährt.» Tillich sprach sich ebenfalls für Kontrollen aus. «Eine faktisch längere unkontrollierte Einreise darf es nicht länger geben», sagte er.

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