Muslimischer Bürgermeister: IS-Kämpfer müssen ausgelöscht werden

Als Reaktion auf die Terroranschläge von Paris hat ein Bürgermeister in den Niederlanden der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) den Krieg erklärt. Das Stadtoberhaupt von Rotterdam forderte den Westen zum Militäreinsatz gegen den IS in Syrien und im Irak auf. Rund 50.000 Kämpfer müssten „ausgelöscht“ werden.

Militärische Aktionen gegen den IS seien wichtig, weil diese „diese Ereignisse in erster Linie gegen Muslime gerichtet sind“. (Foto: Flickr/ Rabat Debate by Photo RNW.orgCC BY-ND 2.0)

Militärische Aktionen gegen den IS seien wichtig, weil diese „diese Ereignisse in erster Linie gegen Muslime gerichtet sind“. (Foto: Flickr/ Rabat Debate by Photo RNW.orgCC BY-ND 2.0)

Ahmed Aboutaleb, Bürgermeister der Stadt Rotterdam, hat nach den Terroranschlägen von Paris einen radikalen Ton angeschlagen. Er fordert die unverzügliche „Auslöschung“ von Zehntausenden von Extremisten, die sich dem IS angeschlossen haben sollen.

„Ich bin kein Militärstratege, aber als Manager sage ich: ,Es ist an der Zeit, 40.000 bis 50.000, die sich dem IS angeschlossen, auszulöschen’“, zitiert die britische Zeitung Express Aboutaleb.

Nach dem Angriff des Islamischen Staats (IS) auf Paris schlägt Frankreich zurück: Die Luftwaffe flog in der Nacht zum Montag ihre bislang schwersten Attacken gegen IS-Stellungen in Syrien, berichete Reuters. Präsident Francois Hollande kündigte vor dem Kongress außerdem die Entsendung des Flugzeugträgers „Charles De Gaulle“ in die Region an – damit verdreifacht sich die Schlagkraft. „Frankreich befindet sich im Krieg“, sagte Hollande, der den Ausnahmezustand um drei Monate verlängern will. Mit mehr als 100 Razzien erhöhten die Sicherheitskräfte ihren Druck auf mögliche IS-Unterstützer. Dabei weisen immer mehr Spuren ins Nachbarland Belgien.

Die französische Luftwaffe hat in der Nacht erneut Angriffe auf die von der Extremistenmiliz IS kontrollierte syrische Stadt Rakka geflogen, so die Agentur am Dienstag weiter. Ziele seien eine Kommandozentrale und ein Ausbildungszentrum für Dschihadisten gewesen, sagte ein Militärsprecher am Dienstag. An dem Angriff waren seinen Angaben zufolge zehn Kampfjets beteiligt, die aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und aus Jordanien starteten. Nach den schweren Anschlägen in Paris mit mindestens 129 Toten hat Präsident Francois Hollande einen erbitterten Kampf gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) angekündigt.

Dass dies der richtige Weg ist, meint auch der Bürgermeister. Militärische Aktionen gegen den IS seien wichtig, weil diese „diese Ereignisse in erster Linie gegen Muslime gerichtet sind“.

„Der IS ist verwickelt in ethnische Säuberungen gegen Christen, Schiiten, Jesiden, Aleviten und moderate Muslime“, so Aboutaleb. Zudem fordert der Bürgermeister, die Einreise von IS-Rückkehrern zu verbieten.

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