Münchner Sicherheitskonferenz: Kampf gegen IS ist eine „noble Aufgabe“

Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz befürwortet eine Beteiligung der Bundeswehr an Luftschlägen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Wenn man das mit der Solidarität mit Frankreich ernst meine, dann müsste man das tun. Den Terroristen das Geld abzugraben, das sie im Verkauf von Öl erzielten, sei doch eine „noble Aufgabe“.

Eine Tornado-Crew der Luftwaffe. (Foto: Flickr/ by Ronnie Macdonald CC BY 2.0)

Eine Tornado-Crew der Luftwaffe. (Foto: Flickr/ by Ronnie Macdonald CC BY 2.0)

Wolfgang Ischinger, der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, sieht keinen Grund, „warum nicht die Bundeswehr, warum nicht die Bundesluftwaffe sich an diesen Einsätzen beteiligen könnte.“ Im Bayerischen Rundfunk (Thema des Tages auf B5 aktuell) sagte er, „dem Islamischen Staat das Wasser abzugraben – präziser gesagt – das Geld abzugraben, das sie im (…) Verkauf von Öl erzielt haben, ist doch eine noble Aufgabe“.

Ischinger erklärte weiter: „Und wenn wir das ernst meinen, dass wir in Solidarität Frankreich zur Seite stehen, wenn wir es ernst meinen, dass wir möglichweise Gefahr laufen, auch in Deutschland ähnliche Angriffe zu erleben, dann müssen wir doch alles tun, was dazu beiträgt, diese Finanzierungsquellen auszutrocknen.“

Auf die Frage nach zivilen Opfern bei derartigen Angriffen antwortete er: „Opfer bei der Zivilbevölkerung fallen jetzt in Syrien seit vier Jahren an. Wir haben vier Jahre lang weggeguckt. Wir haben vier Jahre lang gesagt: ‚Ja, wer da eingreift, der löst einen Flächenbrand aus.‘ (…) Der Flächenbrand hat sich selber ausgelöst.“Den Einsatz von Bodentruppen lehnte Ischinger im BR-Interview ab.

Quelle: Bayerischer Rundfunk / B5 aktuell

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