Paris: Frau sprengt sich während Razzia in die Luft

Bei dem Polizeieinsatz am Mittwochmorgen im Pariser Vorort Saint-Denis sind mindestens fünf Verdächtige verhaftet worden. Während der Razzia in einem Haus hatte sich eine Frau in die Luft gesprengt.

Bei einem Polizeieinsatz nach den Terroranschlägen von Paris sind mindestens zwei Verdächtige getötet worden. Eine Frau habe sich in Saint-Denis nördlich der Hauptstadt selbst in die Luft gesprengt, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch unter Berufung auf Polizeikreise. Mehrere Verdächtige hatten sich in einer Wohnung verschanzt.

Bei der Razzia wurden laut AFP auch mehrere Polizisten verletzt. Der Zugriff richtete sich gegen den als Drahtzieher der Anschläge mit 129 Todesopfern gesuchten Islamisten Abdelhamid Abaaoud. Dies berichteten mehrere französische Medien unter Berufung auf Ermittler.

Nach einem mehrstündigen Einsatz seit dem frühen Morgen hieß es zunächst, ein Verdächtiger halte sich noch verschanzt. Kurz darauf war dann von zwei Festnahmen die Rede. „Die Aktion ist dabei, beendet zu werden“, teilte Justizministerin Christiane Taubira gegen 8.00 Uhr auf Twitter mit. Ein Polizeisprecher wollte gegenüber der dpa keine Angaben zu der Operation der Spezialkräfte machen, solang diese noch andauere.

Der Einsatz spielte sich in einem Viertel im Zentrum des nördlichen Pariser Vororts ab, das nur etwa eineinhalb Kilometer vom Stade de France entfernt liegt. Dort hatten sich am Freitag als Teil der blutigen Terrorwelle drei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt.

Die Polizei rief die Menschen in der Gegend auf, zu Hause zu bleiben. Die Stadt Saint-Denis kündigte an, die Schulen in dem Bereich blieben geschlossen. In den Straßen bezogen zahlreiche Soldaten Stellung.

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