Mit Diamantenstaub gegen die Erderwärmung

Diamantenstaub in der Luft soll die Erderwärmung stoppen können, so Harvard-Forscher. Die glänzenden Partikel könnten demnach das Sonnenlicht reflektieren und so den Planeten vor der Überhitzung retten. Die Kosten für das Material könnten bald sinken, da Diamanten immer einfacher künstlich hergestellt werden können.

Die Diamantpartikel sollen am Himmel verteilt das Sonnenlicht reflektieren und so den Planeten kühlen. (Foto: Flickr/JackPeasePhotography/CC by 2.0)

Die Diamantpartikel sollen am Himmel verteilt das Sonnenlicht reflektieren und so den Planeten kühlen. (Foto: Flickr/JackPeasePhotography/CC by 2.0)

Forscher der US-amerikanischen Harvard University haben eine Lösung gegen den Klimawandel vorgestellt: Diamantenstaub in der Luft zu verteilen könne demnach die Erderwärmung aufhalten. Man müsse nur Milliarden von Dollar für den Staub investieren und diesen am Himmel verteilen. Die glänzenden Partikel würden das Sonnenlicht effektiv reflektieren und so den Planeten vor dem Überhitzen retten.

Dies ist nicht der erste Ansatz, die Erderwärmung durch Kühlung zu stoppen: Eine Alternative zu der offensichtlich mühsameren Methode, die Menschheit dazu zu bringen, jene Aktivitäten herunterzuschrauben, die für die Aufheizung des Planeten verantwortlich sind.

Bisherige Ansätze zum so genannten Geo-Engineering hatten jedoch oft das Problem, dass die Stoffe, die in der Luft verteilt werden sollten, potentiell giftig sind. Aus diesem Grund ist etwa der Ansatz aus China, Schwefelsalz-Spray am Himmel zu verteilen, langfristig zu gefährlich. Das so gebildete Sulfat-Dioxid kühlt die Luft, könnte jedoch dafür im Nebeneffekt die untere Stratosphäre aufheizen.

Die Erfahrungen aus China brachten die US-Wissenschaftler auf eine ähnliche Idee –  jedoch mit ungefährlicheren, dafür aber weitaus teureren Materialien: Sie wollen für Milliarden von Dollar tonnenweise Diamantenstaub mit Aluminium-Partikeln versetzen und in der Atmosphäre verteilen. Pulverisierte Diamanten seien schonender für die Ozonschicht, so die aktuelle Studie der Forscher. Zudem würde dadurch die Stratosphäre nicht aufgeheizt und die Zunahme an diffusem Licht auf der Erdoberfläche wäre auch weniger gravierend als bei einem Einsatz von Sulfatsalzen.

Einen Haken hat das neue Material aber dennoch: Diamanten sind sehr teuer. Allerdings sind die Forscher überzeugt, dass sich dies wegen der verbesserten Methoden zur Herstellung künstlicher Diamanten bald ändern wird: Bis zum Jahr 2065, wenn die Erdbevölkerung die 10-Milliarden-Grenze erreicht, würde es demnach nur noch 5 Dollar pro Person kosten, 450.000 Tonnen der Nanopartikel ins Weltall zu schießen, erklären die Wissenschaftler im Fachmagazin Nature.

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