Anti-Terror-Kampf: Senegal will Ganzkörperverschleierung verbieten

Um künftige Terroranschläge zu verhindern, will die Regierung im Senegal die Ganzkörperverschleierung verbieten. Es wird befürchtet, dass die Tarnung von Selbstmordattentäterinnen missbraucht werden könnte.

Ene vollständig verschleierte Frau, hier in Marokko. (Foto: Flickr/ burka by Montse PB CC BY 2.0)

Ene vollständig verschleierte Frau, hier in Marokko. (Foto: Flickr/ burka by Montse PB CC BY 2.0)

Zur Vorbeugung gegen mögliche Selbstmordanschläge will die Regierung des mehrheitlich von Muslimen bewohnten Senegals die Ganzkörperverschleierung von Frauen verbieten. Im Kampf gegen Terrorismus sei Vorbeugung die wichtigste Waffe, sagte Innenminister Abdoulaye Diallo am Dienstag. «Die Ganzkörperverschleierung ist keine religiöse Angelegenheit und entspricht nicht unserer Kultur», sagte er.

«Wir sind Muslime, und wir können keine Entscheidungen treffen, die den Islam schwächen würden», fügte der Minister hinzu. Mehr als 90 Prozent der Senegalesen sind Muslime, so die dpa. Präsident Macky Sall hatte am Montag vor dem Risiko gewarnt, dass die Verschleierung missbraucht werden könnte, um Selbstmordattentäterinnen zu erlauben, unentdeckt zu bleiben. Dies ist zuvor beispielsweise in Nigeria und Somalia geschehen.

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