Frau mit Kopftuch abgewiesen: Zara feuert zwei Mitarbeiter

Weil sie eine Frau mit Kopftuchen nicht einließen, sind zwei Mitarbeiter der Modekette Zara nun ihren Job los. Die Frau mit Hidschab wurde von einem Wachmann aufgefordert, dieses abzunehmen. Sie weigerte sich und erhielt darauf hin keinen Zutritt zum Laden.

Die Szene vor der Zara-Filiale wurde gefilmt. (Screenshot YouTube)

Die Szene vor der Zara-Filiale wurde gefilmt. (Screenshot YouTube)

Die Modekette Zara hat zwei Mitarbeiter einer Filiale in Frankreich entlassen, nachdem einer Frau dort wegen des Tragens eines Kopftuchs der Zutritt verwehrt wurde. „Diese Art Verhalten hat bei Zara nichts zu suchen“, erklärte der Frankreich-Chef des spanischen Unternehmens, Jean-Jacques Salaün, am Dienstag. Der in sozialen Medien für Empörung sorgende Vorfall ereignete sich bereits am Samstag in Plaisir bei Paris – einen Tag nachdem islamistische Attentäter in der französischen Hauptstadt eine verheerende Anschlagsserie verübt hatten.

Salaün zufolge soll trug die Frau einen Hidschab, ein nur die Haare bedeckendes islamisches Kopftuch. Sie sei vor dem Laden von einem Wachmann gebeten worden, das Tuch abzustreifen. Nachdem die Frau sich weigerte, verbot ihr der Wachmann, das Geschäft zu betreten. „Derartige Anweisungen hat es nie gegeben“, kommentierte Salaün die Abweisung der Frau. Sowohl der Wachmann als auch der Manager der Zara-Filiale wurden entlassen, während Salaün die Frau um Entschuldigung bat. Das berichtet die AFP.

In Frankreich sind das Gesicht vollständig verschleiernde Kopfbedeckungen wie Burka oder Nikab gesetzlich verboten, das Tragen des Hidschab hingegen ist erlaubt. Ein im Internet hochgeladenes Video des Vorfalls hatte zu Boykottaufrufen gegen die Modekette geführt, woraufhin Zara eine Stellungnahme veröffentlichte. In dieser hieß es, „Respekt für Vielfalt“ sei einer der „Eckpfeiler“ von Zaras Mutterkonzern Inditex und die weltweit rund 140.000 Mitarbeiter des Textilriesen verkörperten dessen „Reichtum an Kulturen und Religionen“.

Bei den Anschlägen hatten die mit Maschinengewehren und Sprengstoffgürteln bewaffneten Attentäter in Paris am Freitagabend an mehreren Orten insgesamt mindestens 129 Menschen umgebracht und hunderte weitere verletzt. Zu den Angriffen bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

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