EU möchte sich unbedingt mit Erdogan zum Gipfel treffen

Die EU-Spitzen wollen der dem türkischen Präsidenten Erdogan so weit als möglich entgegenkommen, damit die Türkei die Flüchtlinge im Land behält. Doch Erdogan will sich nicht drängen lassen.

Der türkische Präsindet Recep Tayyip Erdogan. (Screenshot YouTube)

Der türkische Präsindet Recep Tayyip Erdogan. (Screenshot YouTube)

Gut eine Woche nach dem Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs zur Flüchtlingskrise in Valletta auf Malta ist der Termin des angepeilten Spitzentreffens mit der Türkei offen. «Wir haben noch kein Datum», sagte der Chefsprecher der EU-Kommission, Margaritis Schinas, am Freitag in Brüssel.

EU-Gipfelchef Donald Tusk hatte in Malta gesagt, das Treffen der 28 EU-Staats- und Regierungschefs mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan werde mit aller Wahrscheinlichkeit bis Ende des laufenden Monats stattfinden. Diplomaten hatten den 29. November als möglichen Termin genannt.

Die Beziehungen mit dem Kandidatenland Türkei haben für die EU in der Flüchtlingskrise eine neue Bedeutung bekommen. Die Europäer wollen erreichen, dass Ankara den Flüchtlingszustrom bremst. Im Gegenzug sind Finanzhilfen von rund drei Milliarden Euro im Gespräch.

Die EU-Kommission will davon 500 Millionen Euro schultern, die restlichen 2,5 Milliarden Euro müssten von den Mitgliedstaaten kommen. Auf Deutschland würden 534 Millionen Euro entfallen. Aber auch über das Geld herrscht noch keine Klarheit. «Wir verfügen derzeit über keine konkreten Beträge für die Mitgliedstaaten», sagte eine Kommissionssprecherin.

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