CDU-Lob für Özdemirs scharfe Attacken gegen reformunwillige Muslime

Der wiedergewählte Grünen-Chef Cem Özdemir bekommt für seine umjubelten Parteitagsattacken gegen reformunwillige Muslime Zuspruch auch aus der CDU. Özdemir war auf dem Bundesparteitag in Halle auf klaren Konfrontationskurs zu Muslimen gegangen, die westliche Werte ablehnen oder bekämpfen.

«Differenzierte Kritik tut allen gut», schrieb Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter. Der frühere CDU-Generalsekretär dankte Özdemir ausdrücklich dafür.

Der aus einer türkisch-muslimischen Familie stammende Grünen-Chef war auf dem Bundesparteitag in Halle auf klaren Konfrontationskurs zu Muslimen gegangen, die westliche Werte ablehnen oder bekämpfen. Der saudische Wahabismus – eine besonders orthodoxe Form des Islams – sei nicht Teil, sondern Quelle des Problems, kritisierte Özdemir.

Mit Blick auf Terror und Gewalt sagte Özdemir: «Ich kann es auch nicht mehr hören, wenn der ein oder andere Islamvertreter quasi ritualisiert erklärt: Das alles hat nichts mit dem Islam zu tun.» Natürlich könne Terror nicht mit einer ganzen Religion gleichgesetzt werden: «Aber es wird doch nicht besser, wenn man über die Probleme, die man hat, nicht redet, sondern sie ignoriert.»

Er fügte hinzu: «Kein heiliges Buch steht über den Menschenrechten, kein heiliges Buch steht über der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland.» Das müsse glasklar sein – in alle Richtungen, sagte Özdemir – und bekam dafür starkem Beifall, so die dpa.

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