EU-Gipfelchef Tusk beruft Extra-Treffen mit Türkei ein

EU-Gipfelchef Donald Tusk hat das schon länger geplante Extratreffen mit der Türkei für diesen Sonntag (29.11.) in Brüssel einberufen. Es gehe bei dem Gipfel um die Wiederbelebung der Beziehungen zwischen der EU und dem Kandidatenland Türkei und die Eindämmung des Flüchtlingszustroms nach Europa, teilte Tusk am Montagabend in Brüssel mit.

Angesichts der anhaltenden Flüchtlingskrise findet am kommenden Sonntag ein außerordentlicher EU-Türkei-Gipfel statt. Im Kurznachrichtendienst Twitter nannte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Montagabend als Ziel des Treffens in Brüssel: „Unseren Beziehungen neue Energie geben und den Migrationsstrom eindämmen“. Er habe den Gipfel nach einer entsprechenden Empfehlung der EU-Kommission und einem Telefonat mit dem türkischen Regierungschef Ahmet Davutoglu angesetzt. Der türkische Ministerpräsident ließ in Ankara mitteilen, dass er an dem für 16.00 Uhr angesetzten Treffen gerne teilnehmen werde. Das berichtet die AFP.

Seit Jahresbeginn sind zwischen 700.000 und 850.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer in die EU gekommen. Die Türkei ist hierbei der wichtigste Ausgangspunkt für Flüchtlinge, die in die EU gelangen wollen. Das Land steht daher unter Druck, stärker gegen Schlepper vorzugehen.

Die derzeitige Flüchtlingskrise trifft aber auch die Türkei hart. Sie beherbergt mittlerweile rund 2,2 Millionen Menschen aus dem benachbarten Brügerkriegsland Syrien. Derzeit verhandelt die türkische Regierung mit der EU über einen gemeinsamen Aktionsplan zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Für ihr Engagement für die Flüchtlinge fordert sie von der EU jährliche Hilfen in Höhe von drei Milliarden Euro, die visafreie Einreise von Türken in die EU und eine Neubelebung der Beitrittsverhandlungen mit der EU.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatte bereits angekündigt, dass ein Gipfel mit der Türkei die Verhandlungen über den Aktionsplan zum Abschluss bringen solle.

 

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