Erdogans Schwiegersohn wird türkischer Energieminister

Der Schwiegersohn von Staatschef Recep Tayyip Erdogan wird neuer Energieminister in der Türkei. Ministerpräsident Davutoglu hat das neue Kabinett vorgestellt. Neben Berat Albayrak sind mit Innenminister Efkan Ala und Verkehrsminister Binali Yildirim noch weitere Vertraute des Präsidenten vertreten.

Präsident Recep Tayyip Erdogans Schwiegersohn Berat Albayrak ist der neue Energieminister der Türkei. (Screenshot)

Präsident Recep Tayyip Erdogans Schwiegersohn Berat Albayrak ist der neue Energieminister der Türkei. (Screenshot)

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat am Dienstag sein neues Kabinett vorgestellt. Zum Energieminister ernannte der Regierungschef den Schwiegersohn von Staatschef Recep Tayyip Erdogan, Berat Albayrak. Auch mehrere andere Vertraute des Präsidenten sind in der Regierung vertreten, unter ihnen Innenminister Efkan Ala und Verkehrsminister Binali Yildirim.

Der im ersten Kabinett Davutoglus für die Wirtschaft zuständige Vize-Regierungschef Ali Babacan wurde hingegen nicht mit einem Ministerposten betraut. Er wird vom früheren Finanzminister Mehmet Simsek ersetzt. Das Amt des Außenministers übernimmt erneut Mevlut Cavusoglu, der den Posten bereits bis Ende August inne hatte.

Erdogan hatte den amtierenden Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu vor einer Woche erneut mit der Regierungsbildung beauftragt. Zuvor war das türkische Parlament in Ankara nach der Wahl vom 1. November vereidigt worden. Bei dem Urnengang hatte Erdogans konservative AKP 316 Mandate im 550 Sitze zählenden Parlament erreicht.

Erdogan hatte die Neuwahl angesetzt, weil nach der Wahl im Juni keine Koalition zustande gekommen war. Stattdessen wurde eine Übergangsregierung ernannt. Die AKP war damals zwar die mit Abstand stärkste Kraft geblieben, hatte aber erstmals seit 13 Jahren ihre absolute Mehrheit eingebüßt. Damit scheiterte auch Erdogans Plan, per Verfassungsreform ein Präsidialsystem einzuführen. Das ist auch diesmal nicht möglich, da die AKP die nötige Mehrheit von 367 Mandaten erneut verfehlte.

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