Syrischer Flüchtling kocht für deutsche Obdachlose

Ein syrischer Flüchtling kocht in Berlin für deutsche Obdachlose. Woche für Woche steht er auf dem Alexanderplatz und verteilt warme Mahlzeiten. Sein Ziel: Er möchte den Deutschen etwas zurückgeben.

Ein Foto des großzügigen Syrers auf Facebook. (Screenshot)

Ein Foto des großzügigen Syrers auf Facebook. (Screenshot)

Ein syrischer Flüchtling sorgt derzeit für Aufsehen in der Hauptstadt. Regelmäßig kommt er an den zentralen Alexanderplatz und gibt dort jedem, der Hunger hat, eine warme Mahlzeit. Die Geste des 38-Jährigen, der seit 2014 in Deutschland lebt und nun gemeinsam mit seinen Freunden kocht, erreicht vor allem Obdachlose.

Bundesweite Aufmerksamkeit erreichte das Engagement von Alex Assali durch diverse Facebook-Posts seiner Mitstreiterin Tabea Büttner. Diese schreibt vor einigen Tagen unter anderem:

„THATS ALEX! A big shoutout to him this morning, Dieser Mann beeindruckt mich zu tiefst! Seine Geschichte ist nicht greifbar für mich und ich kann nicht Ansatz weise verstehen was er erleben musste aber ich bin so froh ihn getroffen zu haben und zu sehen was er tut . Er hat wirklich alles verloren, er musste seine Familie in Syrien zurück lassen weil die IS Leute ihn umbringen wollten er ist zu Fuß von hier nach dort und hat sein altes Leben zurück gelassen .

Und jetzt ist er in Deutschland und geht JEDEN Samstag. obwohl er selbst nicht viel hat auf die Straße und verteilt essen an Obdachlose. Ganz nach seinem Motto “ GIVE SOMETHING BACK TO THE GERMAN PEOPLE“. Gestern durfte ich mit ihm gehen und helfen, ich bin so fasziniert von diesem Mann! Yeah So I have the feeling like, God bless him so HE is a blessing for so many more people! THANK YOU ALEX!

Mittlerweile erreiche das Duo Nachrichten aus der ganzen Welt – ob aus den USA oder Lateinamerika. Beide seien überwältigt vom aktuellen Feedback, so Tabea gegenüber Sat.1. Die größte Motivation sei jedoch die Dankbarkeit der Menschen, die zu ihnen an den Tisch kämen, meint Alex.

Einige Passanten würden ihn nun auch erkennen und ihn finanziell unterstützen wollen. Doch Geld wolle er gar nicht haben. Nach wie vor finanziere er die seit drei Monaten laufende Aktion allein. 100 Euro seiner 400 Euro vom Jobcenter gebe er dafür aus.

Für die Zukunft habe er dennoch große Pläne. Er möchte als IT-Ingenieur in Deutschland Fuß fassen, sich aber auch künftig sozial engagieren.

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