Triumph für Erdogan: EU zahlt Türkei drei Milliarden Euro für Flüchtlinge

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich auf ganzer Linie durchgesetzt: Die Türkei erhält von der EU drei Milliarden Euro, damit Ankara die Flüchtlinge nicht nach Europa weiterschickt. Bedingungen sind nicht an die Zahlungen geknüpft. Außerdem soll jetzt ernsthaft über den EU-Beitritt der Türkei verhandelt werden.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan. (Screenshot YouTube)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan. (Screenshot YouTube)

Auf einem Sondergipfel hat die EU der Türkei drei Milliarden Euro für die Flüchtlingshilfe zugesagt. Wie EU-Ratspräsident Donald Tusk am Sonntagabend in Brüssel bekanntgab, soll das Geld der Türkei dabei helfen, syrische Flüchtlinge im eigenen Land aufzunehmen. Beide Seiten beschlossen demnach zugleich die Umsetzung eines gemeinsamen Aktionsplans, um den Flüchtlingsandrang Richtung Europa einzudämmen. Außerdem sollen die Verhandlungen über einen EU-Beitritt der Türkei wieder in Schwung kommen.

Die Türkei gilt für die Europäer als Schlüsselland zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Als Nachbarstaat des Bürgerkriegslandes Syrien war sie zuletzt Hauptdurchgangsland für hunderttausende Menschen, die in die EU wollten. Zudem beherbergt das Land seit Jahren selbst mehr als zwei Millionen Flüchtlinge aus Syrien.

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