Türkische Gemeinde in Deutschland: „Hat die CDU nicht alle Tassen im Schrank?“

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) lehnt eine Integrationspflicht für Einwanderer entschieden ab. Die entsprechende Forderung der CDU gehöre zu den alten populistischen Methoden, um von tatsächlich wichtigen Themen abzulenken.

Scharfe Kritik an der CDU. (Foto: Flickr/Numbered Cups by Clyde Robinson CC BY 2.0)

Scharfe Kritik an der CDU. (Foto: Flickr/Numbered Cups by Clyde Robinson CC BY 2.0)

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) kritisierte mit scharfen Worten die Absicht der CDU, eine sog. Integrationspflicht für Einwanderer einzuführen, in der unter anderem die Einwanderer sich verpflichten, die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie den Vorrang der deutschen Gesetze vor der Scharia anzuerkennen. Eine Diskriminierung von Frauen, Homosexuellen und Andersgläubigen dürfe nicht akzeptiert werden. Des Weiteren sollten die Einwanderer zusichern, das Existenzrecht Israels anzuerkennen.

“Diese sind alte populistische Methoden, um von eigentlichen Themen wie menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen, medizinische Versorgung der leidenden Menschen, echte Partizipation mit einer Erweiterung von Sprachkursen und Eingliederung in den Arbeitsmarkt abzulenken”, so der Bundesvorsitzende, Gökay Sofuoglu in einer Mitteilung mit dem Titel „Hat die CDU nicht alle Tassen im Schrank?“, die den Deutsch Türkischen Nachrichten vorliegt.

Sofuoglu forderte die Bundeskanzlerin Merkel auf, ihre bisherige konsequente Linie beizubehalten und an der Lösung der Probleme zu arbeiten. Die Türkische Gemeinde in Deutschland forderte die Bundesregierung auf, Menschen aus den Kulturkreisen der Geflüchteten anzusprechen, sie als Freiwillige im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes zu gewinnen, sie zu schulen, um dann als Multiplikatoren einzusetzen. “Eine solche Maßnahme würde nachhaltig mehr Vertrauen schaffen, als eine Integrationskeule”, so Sofuoglu weiter.

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