Sanktionen gegen Türkei schaden auch russischer Tourismusbranche

Die von Putin verhängten Sanktionen gegen die Türkei werden zum Bumerang. Auch die russische Tourismbranche leidet unter den ausbleibenden Gästen aus der Türkei. Schon jetzt gehen die Verluste in die Millionen.

Die russischen Sanktionen gegen die Türkei schaden nach Angaben der Tourismusbehörden in Moskau auch der heimischen Urlaubsbranche spürbar. «Der Verlust durch stornierte Hotelbuchungen und Flüge beträgt etwa eine Milliarde Rubel (rund 14,2 Mio. Euro)», sagte Maja Lomidse vom Verband der Reiseveranstalter Russlands am Dienstag.

Nach dem Verhängen der Strafmaßnahmen am Wochenende seien insgesamt etwa 6000 Türkei-Reisen storniert worden. «Derzeit bietet kein russischer Veranstalter solche Flüge an», sagte sie der Agentur Interfax zufolge. Mit rund vier Millionen Urlaubern jährlich stellt Russland die größte Gruppe an Türkei-Touristen nach Deutschland.

Lomidse zeigte sich skeptisch, dass nach dem Wegfall der Ziele Türkei und Ägypten künftig deutlich mehr Russen im eigenen Land Urlaub machen werden. Viele Russen beschwerten sich über hohe Preise etwa auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim, zudem lockten einige Mittelmeerziele wie Zypern oder Griechenland mit Rabatten.

Moskau hatte nach einem Bombenanschlag auf ein russisches Passagierflugzeug über Ägypten bereits im November alle Flüge in das Land am Roten Meer eingestellt. Grund für das Embargo gegen die Türkei ist der Abschuss eines russischen Kampfjets.

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