Insider: Moskau könnte Pipeline-Projekt mit Türkei auf Eis legen

Wegen des Abschusses eines russischen Kampfflugzeugs könnte die Regierung in Moskau nach Informationen von Insidern ein Pipeline-Projekt mit der Türkei auf Eis legen. Die Pläne für Turkish Stream könnten gestoppt werden, verlautete am Dienstag aus Kreisen des staatlich kontrollierten Energiekonzerns Gazprom.

Ein Gazprom-Vertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte, ergänzte: „Wir hoffen immer noch, dass sich Turkish Stream nur um ein paar Jahre verschiebt und nicht komplett beendet wird“. Der russische Konzern wollte sich nicht dazu äußern. Russlands Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew hatte im vergangenen Monat gesagt, dass Turkish Stream zähle zu den Projekten, die mit Sanktionen belegt werden könnten. Russland hatte nach dem Kampfjet-Abschluss am Samstag umfangreiche Strafmaßnahmen gegen die Türkei verhängt. Das berichtet Reuters.

Gazprom setzte zuletzt auf den Bau von Turkish Stream durch das Schwarze Meer bis zur türkisch-griechischen Grenze. Hintergrund der geplanten Gasleitung war der andauernde Disput zwischen Russland und der Ukraine wegen unbezahlter Rechnungen. Russland wollte die Ukraine als Transitland umgehen. Turkish Stream gilt als Alternativ-Projekt für South Stream, das Russland Ende vergangenen Jahres aufgegeben hatte.

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