Sanktionen gegen die Türkei: Das steht auf Putins Strafliste

Die Russen werden künftig auf viele türkische Leckereien verzichten müssen. Der russische Präsident Wladimir Putin verbietet ab 1. Januar den Import von zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, aber auch Fleisch und Salz. Ebenfalls in die Röhre schauen russische Urlauber, die ein paar Sonnentage in der Türkei verbringen möchten.

Türkisches Obst auf einem Markt in Istanbul. (Foto: Flickr/ Manav by Jorge Franganillo CC BY 2.0)

Türkisches Obst auf einem Markt in Istanbul. (Foto: Flickr/ Manav by Jorge Franganillo CC BY 2.0)

Die von Russland angekündigten Sanktionen gegen die Türkei nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets im syrisch-türkischen Grenzgebiet stehen fest. Moskau veröffentlichte am Dienstag eine Liste, welche Waren aus der Türkei ab dem 1. Januar nicht mehr nach Russland eingeführt werden dürfen. Es handelt sich vor allem um Obst wie Orangen und Mandarinen, Gemüse wie die bislang in großer Menge importierten Tomaten, Geflügel und Salz. Zitronen, die ebenfalls in großer Menge aus der Türkei nach Russland verkauft werden, stehen dagegen nicht auf der Liste.

Seit Dienstag sind zudem Charterflüge zwischen beiden Ländern untersagt. Zuvor hatte Russland seinen Bürgern bereits empfohlen, nicht mehr in die Türkei zu reisen, was die Buchungen bereits stark einbrechen ließ. Russische Urlauber sind nach den Deutschen die größten Türkei-Liebhaber. Überdies dürfen russische Unternehmen keine Türken mehr einstellen, ab Januar gilt zudem die Visumspflicht für Bürger der Türkei.

Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew hatte bereits am Donnerstag vergangener Woche eine Reihe wirtschaftlicher Sanktionen gegen die Türkei angekündigt. Präsident Wladimir Putin unterzeichnete am Samstag das entsprechende Dekret. Der Abschuss des russischen Kampfflugzeugs vergangene Woche hat zu schweren Verwerfungen zwischen Moskau und Ankara geführt.

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