Wegen Terrorangst: Ströbele plädiert für Verbot lauter Böller

Der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele fordert ein Verbot besonders lauter Böller, weil sie an Bombenexplosionen erinnern. Nach den Terroranschlägen von Paris sei die Verunsicherung in der Bevölkerung größer. Entsprechende Geräusche seien dann schwer einzuordnen.

Der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele. (Foto: Flickr/ Hans-Christian Ströbele by Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen CC BY 2.0)

Der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele. (Foto: Flickr/ Hans-Christian Ströbele by Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen CC BY 2.0)

«Sinnvoll ist ein Verbot von größeren Feuerwerkskörpern mit der drei- bis zehnfachen Knallkraft normaler Böller», sagte Ströbele dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Viele Menschen seien angesichts der latenten Terrorgefahr in Deutschland und nach den Anschlägen in Paris verunsichert. Extrem laute Silvesterkracher versetzten sie in Schrecken: «Die Leute wissen ja nicht, was das ist, was so fürchterlich bumst.» Außerdem sprach sich Ströbele für die Ausweitung knallfreier Zonen aus.

Kritik kam prompt vom Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI), so die dpa: Der Geschäftsführer des Verbandes, Klaus Gotzen, sagte der «Saarbrücker Zeitung» (Donnerstag): «Die Forderung ist zwar nett, aber schon im Gesetz verankert.» Nach dem deutschen Sprengstoffgesetz und einer EU-Richtlinie sei der maximale Schallpegel von Krachern bereits festgelegt. «Die Böller, die Herr Ströbele meint, sind in Deutschland nicht zugelassen und illegal.»

Zudem gebe es die Regelung, dass an Krankenhäusern oder Kinderheimen kein Feuerwerk gezündet werden dürfe. Kommunen könnten die Knallerei einschränken. Der VPI fordert stattdessen, dass die Politik stärker gegen illegale Feuerwerksartikel vor allem aus Osteuropa vorgeht, weil diese wesentlich lauter und gefährlicher seien.

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