Erinnerung an Aylan: Strand in Bodrum wird nach ertrunkenem Flüchtlingskind benannt

Der auf der Flucht nach Europa ertrunkene dreijährige Aylan soll in der Türkei nicht mehr vergessen werden. Der Strand, an dem er vor gut drei Monaten angespült wurde, soll künftig seinen Namen tragen. Aufgestellt werden soll auch eine Statue, die Freiheit symbolisieren soll.

Strand von Bodrum. (Foto: Flickr/ Turkey (Bodrum) Sun behind the black clouds by Güldem Üstün CC BY 2.0)

Strand von Bodrum. (Foto: Flickr/ Turkey (Bodrum) Sun behind the black clouds by Güldem Üstün CC BY 2.0)

Der Name Aylan Kurdi soll sich nach dem Willen des Stadtrats von Bodrum tief ins kollektive Gedächtnis brenne. Das Bild des kleinen Körpers, der an den Strand des türkischen Urlaubsorts gewaschen wurde, schockierte die ganze Welt. Jetzt soll der Fleck seinen Namen tragen.

Beschlossen wurde das Vorhaben kürzlich im Rahmen einer Sitzung des Bodrumer Stadtrates, berichtet die türkische Zeitung Sabah. Aufgestellt werden soll demnach auch eine Statue. Das ganze Vorhaben solle den Stadtvätern zufolge ein Symbol für Freiheit sein.

Bürgermeister Mehmet Kocadon stehe dem Blatt zufolge völlig hinter dem Vorhaben. Das Ganze sei eine Geste des guten Willens und Akt der Güte. Immerhin sei die Flüchtlingskrise ein großes Problem für die gesamte Menschheit.  Die Gemeinde jedenfalls arbeite gerade an dem Vorschlag, der einstimmig angenommen worden sei.

Der leblose Körper von Aylan war Anfang September an einem Strand im türkischen Bodrum angespült worden. Der Junge gehörte einer Gruppe an, die per Boot die griechische Insel Kos erreichen wollte. Das Foto des ertrunkenen Flüchtlingskindes löste international Bestürzung aus.

 

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